Montag, 27. Februar 2017

Tom


Im Dezember habe ich Tom kennengelernt. Und bin von ihm ziemlich begeistert. Aber nicht nur ich, sondern unsere Jungs auch.


Angefangen hat alles mit dem Weihnachtswunsch unseres ältesten Sohnes: "Näh mir doch mal ein Shirt!" 
Hm ... schwierig. Ich habe echt viele Shirt-Schnitte, aber nicht einen für junge Männer. Und so kam Tom ins Spiel. Ihn fand ich nämlich hier. Also Sohn ausgemessen, Schnitt kopiert, angepasst, Jersey gekauft und genäht. Shirt passte und wurde für gut befunden. Aber - "viel zu dünn!" und "bitte ohne Schnick-Schnack und einfarbig"


Also kaufte ich Sweatstoff und nähte Tom eine Größe größer. Weil der Älteste studiumsbedingt nicht greifbar war, musste der Jüngste, der seinen Bruder fast eingeholt hat, den Sweater anprobieren.
Und wollte ihn eigentlich nicht wieder hergeben, nur unter der Bedingung, dass ich für ihn auch einen nähe. Klar, das mache ich doch gern! 
Hier also Tom noch im Doppelpack - gleicher Stoff, gleiche Größe:


Die Jungs haben sich gefreut und ich mich auch. Jetzt habe ich einen Schnitt für sie, auf den ich immer wieder zugreifen kann.
Und auch die Mädels gingen nicht leer aus, aber davon erzähle ich später ☺


Ich wünsche euch einen kreativen Dienstag!

Liebe Grüße schickt euch
Doro

Sonntag, 26. Februar 2017

Stilvorbilder - Teil 3


Weiter geht es mit der Blogserie von Nico von artundstil.
Dieses Mal dreht sich alles um "Stilvorbilder". 


Und hier kommen die Fragen:
1. Was bewunderst du an der Art, wie andere Frauen auftreten?

Schwierige Frage. Bewundern ist vielleicht auch für mich der falsche Ausdruck. Beeindrucken trifft es wohl eher. Mich beeindruckt ihre Selbstsicherheit, ihre Individualität, ihre Ausstrahlung. Ja, am meisten wohl die Ausstrahlung - wenn sie positiv ist.

2. Viele Leute sagen, sie wollen sich wohlfühlen, oder sie bewundern Menschen, die "selbstbewusst" wirken. Was bedeutet das für dich?

Ich möchte mich auch wohlfühlen. In meinem Körper, in meiner Kleidung, in meinem Umfeld. Wenn ich mich wohlfühle, fühle ich ich angekommen, nicht fremd. Dann fühle ich mich im Reinen mit mir und dem Leben. Dann bin ich mir "selbst bewusst". Solche Ausstrahlung bewundere ich an anderen. Da hat Selbstbewusstsein auch rein gar nichts mit Arroganz gemein ...

3. Fallen dir Frauen auf der Straße auf? Falls ja, welche Art von Frauen zieht deine Aufmerksamkeit auf sich?

Ich sitze zu gern in Straßencafés und schaue mir Leute an. Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie viele unterschiedliche Menschen, Geschmacksrichtungen und Stile es gibt. Es gibt Leute, die tragen eigentlich gar nichts außergewöhnliches, aber man möchte sie immer nur anschauen - sie haben eine natürliche Eleganz und irgendwie liebenswerte Ausstrahlung. Ja, und natürlich gefallen mir auch Frauen, die Sachen tragen, die ich auch mag, die meinem Stilempfinden entsprechen. Etwas anderes wäre gelogen ☺

4. Welche bewunderst du? Wenn nicht Bewunderung, wie würdest du das Gefühl beschreiben, das eine interessant angezogene Frau auf der Straße bei dir auslöst?

Ich glaube, Bewunderung lösen bei mir eher Menschen aus, die eine positive Ausstrahlung haben. Das hat am Ende wenig mit ihrer Kleidung zu tun. Frauen, die mit sich im Reinen sind, die freundlich lächeln, auch wenn sie mich nicht kennen - ach, das ist wirklich eine Freude. Ja, und ehrlicherweise bewundere ich natürlich auch Frauen, die Sachen tragen können, die ich toll finde, aber niemals nicht anziehen könnte. 

Wenn ich nun also ein Fazit ziehen sollte, würde ich sagen, dass mir scheinbar positive Ausstrahlung wichtiger ist als Kleidung. Bei Menschen, in deren Nähe ich mich wohlfühle, ist mir recht egal, was sie mit welcher Figur tragen, ich finde sie immer attraktiv. Und vielleicht sollte ich mir mehr Gedanken über meine Ausstrahlung machen als über meine Kleidung ...
Trotzdem ist ja das Nähen mein Hobby und ich möchte wirklich Kleidung produzieren, die zu mir passt. Und darin dann Positives ausstrahlen ☺

Danke, Nico, für diese Serie! Es ist immer wieder spannend, sich zu den Fragen Gedanken zu machen und diese Gedanken mit anderen zu teilen - hier nämlich.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntagabend!

Liebe Grüße schickt euch
Doro


Mittwoch, 22. Februar 2017

MMM - In love with Jasper


Schon eine Weile war ich auf der Suche nach schönen Sweater-Schnitten. "Jasper" von Paprika Patterns und die beiden "Toaster" von Sew House Seven gefielen mir gut, waren aber auch nicht ganz preiswert. Um so mehr habe ich mich gefreut, als Annika von Näh-Connection neulich alle drei Sweaterschnitte plus einen Cardigan als Paket anbot, inklusive der ins Deutsche übersetzten Nähanleitungen. Dann habe ich zum ersten Mal einen Plotter-Service ausprobiert und hatte innerhalb von 2 Tagen wunderbare große Schnittmusterbögen - ganz ohne Kleben und Ausschneiden. Und zufälligerweise standen zwei freie Tage ins Haus mit viiiel Nähzeit für mich. 

 

Das erste Projekt war der Jasper-Sweater, aus Kuschelsweat vom Stoffhandel Arnstadt.  
Weil ich kein Freund großer Kapuzen bin, habe ich die Kragen-Variante genäht. Aus dem Fundus kam noch ein richtiger "Frühlingsgefühle-Knopf" dazu und fertig war ein Lieblingsteil.


Die Paspeltaschen finde ich richtig toll, allerdings haben sie mir einiges Kopfzerbrechen bereitet. Die deutsche Anleitung war mir zu unverständlich, ich habe dann nach dem englischen Tutorial genäht - ging wunderbar. Übrigens habe ich auch wirklich gar nichts am Schnitt verändert, nur die Ärmellänge um 5cm gekürzt. Und der Sweater passt gut. Vielleicht hätte auch Größe 2 gereicht, aber so sitzt er schön bequem.
Im Moment befindet sich Jasper in einer Endlosschleife: Tragen-Waschen-Tragen-Waschen-... 


Viele tolle selbstgemachte Kleidung gibt es heute wieder beim MeMadeMittwoch zu bewundern, allen voran Katharina in einer wunderwunderschönen Norwegerjacke.

Liebe Grüße schickt euch
Doro


Dienstag, 21. Februar 2017

Mit der Kamera durchs Jahr - Makro


Ich fotografiere schon eine ganze Weile. Zuerst mit dem Ziel, Erinnerungen zu bewahren. Erinnerungen an besondere Orte, Begegnungen, Erlebnisse, Urlaube, Feste und besonders an die Familienzeit.



Irgendwann in den letzten Jahren wurde mir bewusst, wie wenig ich eigentlich die Schönheit um mich herum ganz bewusst wahrnehme. Wie selten ich bewusst innehalte und staune und dankbar werde für das Leben.


  
Mir hilft es dann, wenn ich mir die Zeit und meine Kamera nehme und los gehe. Dann entdecke ich Kleinigkeiten, die plötzlich an Größe gewinnen. Unscheinbares, was doch eigentlich etwas ganz Besonderes ist. Und kann genießen und mich darüber freuen.





Bei Janine startet in diesem Monat eine Linkparty, mit der sie einläd, das Jahr durch das Objektiv einer Kamera zu erleben. Im Februar dreht sich alles darum, Kleines groß zu machen. Makro-Aufnahmen eben ...



Ich fotografiere mit einer Sony alpha6000, leider besitze ich bis jetzt noch kein Makro-Objektiv dafür. Aber ich spare schon eine Weile darauf und hoffe auf den Sommer ...☺
Mit Zoom kommt man aber auch schon ein ganzes Stück näher ran als normal.



Liebe Janine, danke für diese tolle Idee, gemeinsam zu fotografieren! Ich freu mich drauf ...
Und ihr?

Liebe Grüße schickt euch
Doro






Dienstag, 14. Februar 2017

Warme Wolle


Stricken geht ja eigentlich immer, aber am gemütlichsten ist es im Winter. Und weil ich euch schon lange nicht mehr gezeigt habe, was ich so auf den Nadeln habe, mach ich das heute mal ☺
Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, erst mal die Wolle zu verstricken, die ich habe - und glaubt mir, dafür muss ich hundert werden ... Ein paar Reste sind schon in einem Babycarigan und einem Zwergenmützchen verschwunden, die zeige ich aber später. 
Momentan stricke ich einen Ravello von Isabell Kraemer aus Holst-Supersoft.


Richtig schön lässt sich dieses Garn nicht verstricken, es reißt ziemlich schnell und ist auch kein bisschen supersoft. Allerdings habe ich gelesen, dass die Strickstücke nach der ersten Wäsche schön weich werden. Darauf hoffe ich einfach. Trotz Nadelstärke 3,5 geht es ganz flott voran. Eine kurze Pause musste ich allerdings einlegen, als eine Nadel  einfach so brach und ich Ersatz besorgen musste. Jetzt stricke ich mit ziemlich kurzen Nadeln (10cm) weiter, weil diese Größe in 12cm nicht vorrätig war. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber geht auch.

Für das jüngste Patenkind habe ich richtig dickes Garn auf den Nadeln. Es wünschte sich nämlich zum Geburtstag schöne warme Filzpuschen. Die soll es haben - Filzwoll-Reste sind ausreichend vorhanden.



Und dann waren da ja noch 225g wunderweiche Bats, die mir eine Freundin schon vor 3(!) Jahren mischte und schenkte. 


 Voriges Frühjahr habe ich endlich angefangen, sie zu verspinnen. Aber dann kam so viel dazwischen und es wurde eine laaaange Pause, bis zwischen den Jahren nun endlich genug Zeit war, das Projekt zu beenden.


Ich habe zwar versucht, die Reihenfolge der Farbmischungen jedes Mal gleich zu verspinnen, aber trotzdem sind die beiden Spulen nicht ganz gleichmäßig geworden, auch von der Dicke (bzw. Dünne ...) des Fadens nicht. Aber es ging trotzdem gut. Ich habe beide Spulen miteinander verzwirnt und herausgekommen ist ein schönes buntes Garn mit einer Lauflänge von ca. 700m auf 100g. Jetzt warte ich auf das passende Strickprojekt ... Habt ihr eine Idee?



Ich wünsche euch einen kreativen Dienstag!

Liebe Grüße schickt euch
Doro


Sonntag, 12. Februar 2017

12 von 12 im Februar 2017


Heute ist wieder Zeit für 12 Fotos des Tages, hier gesammelt von Caro.

Dieser Sonntag begann gemütlich.


Lange schlafen und noch ein bisschen im Bett schmökern ...


Ich lese gerade "Die Kleiderdiebin" - da möchte man sich am liebsten gleich an die Nähmaschine setzen ...

... aber erst mal gilt es das Frühstück vorzubereiten für die ganze Meute. Mal sehn, wann alle aus ihren Zimmern auftauchen.


Spät trudelten die Letzten ein. So lange mag ich dann doch nicht warten. Außerdem ist Biathlon-WM, Verfolgung der Frauen, die will ich nicht verpassen.


Manchmal ist das so spannend, dass ich gar nicht hingucken kann. Dann muss ich schnell ein paar Maschen stricken ...


Die Kinder waren eine Woche zu einer Skifreizeit im Pitztal und haben ein lustiges Würfelspiel mit heim gebracht. Heißt zwar blöd ("Totwürfeln") macht aber wirklich Spaß und dauert nicht lang. Jedenfalls bei mir - ich war ziemlich schnell raus ...


Zum Mittag gibt´s heute etwas, womit ich unkompliziert viele Bäuche satt machen kann: Gulasch, Rotkohl und Klöße. Zur Freude der ganze Familie - der Vegetarier unter uns ist im Moment nicht zu Hause ...



In der Mittagspause spinne ich ein bisschen. Diese weichen Fasern und die herrlichen Farben machen mich richtig glücklich.



Jetzt schnell noch ein Geschenk einpacken - mein Papa feiert heute seinen Geburtstag.


Die Geburtstagstafel ist voll besetzt, obwohl die Hälfte der Familie fehlt. Die ahnen ja nicht, was ihnen entgeht - meine Mama backt echt wunderbare Kuchen.



Prost! Das war ein schöner Tag ...



Ich hoffe, ihr hattet auch ein erholsames Wochenende. Kommt gut in die neue Woche!

Liebe Grüße schickt euch
Doro


Mittwoch, 8. Februar 2017

MMM - SweaterWetter


Der Winter ist ziemlich hartnäckig bei uns. Und ich friere eigentlich dauernd. Deshalb habe ich mir neulich abends kurz entschlossen ein Sweatshirt genäht. Ohne Schnickschnack und nach bewährtem Schnitt: Solid and Stripes aus der Ottobre 5/15.


Normalerweise sind im Schnitt keine Bündchen vorgesehen, aber ich wollte es einfach so kuschelig wie möglich haben. Und da war noch dieser Rest Bündchenstoff, der zu keinem anderen Stoff passte ...


Kurzzeitig habe ich noch darüber nachgedacht, einen hohen Kragen anzunähen. Aber da der Stoff nur ziemlich knapp reichte und ich hätte stückeln müssen (und das geht spätabends nicht mehr so entspannt ...), wickele ich mir nun einfach Loops und Tücher um den Hals. Davon gibt es ja reichlich ...
Schade, dass man die Farbe auf den Fotos nicht so gut erkennt. Eigentlich ist der Sweatstoff nämlich petrol-meliert.



Ob woanders schon die ersten Frühlingssachen aus dem Schrank geholt werden oder doch noch wärmende Schichten getragen werden, kann man heute wieder auf dem MMM-Blog entdecken.

Liebe Grüße schickt euch
Doro

Sonntag, 5. Februar 2017

Stilprägung - Teil 2



Im zweiten Teil der Blogserie bei Nico geht es darum, wer unseren Stil geprägt hat.
Dazu stellt sie wieder vier Fragen, durch die wir der Antwort näher kommen können.
Hier sind sie:

1. Welchen kulturellen Hintergrund hast du und wie beeinflusst er deinen Kleidungsstil?

Hm ... Ich bin ein Landei. Geboren noch zu DDR-Zeiten, wo man trug, was man bekam. Wo Kleidung oft vererbt wurde. Allerdings war meine Mutter sehr kreativ und einfallsreich, um die Familie trotzdem gut auszustatten. Gern hätte meine Mutter mir viel individuellere Kleidung genäht oder gestrickt, wenn ich das zugelassen hätte. Aber ich war da eher zurückhaltender, Experimente habe ich erst später gemacht, in den Sturm- und Drangjahren nach der Grenzöffnung. Von meiner Mama (und meiner Oma) hab ich wohl die Handarbeitsgene geerbt - Danke, Mama!

2. Hast du von deinen Eltern etwas über Kleider, Anziehen oder Stil gelernt? Woran erinnerst du dich konkret? Haben sie dir diese Dinge beigebracht oder hast du sie dir abgeschaut?

Meiner Mutter war immer wichtig, dass die Kleidung die Person unterstreicht, zur Figur und den Lebensumständen passt. Und sie hat darauf geachtet, dass meine Schwester und ich eine gute Haltung hatten ☺ 
Das Credo meiner Mutter war: Wenn es nicht das gibt, was du brauchst/willst, dann mach es dir selber. Ich erinnere mich da an ein dunkelgrünes, lurexdurchwirktes bodenlanges, fast rückenfreies Kleid mit riesiger Häkelstola zur Hochzeit meiner ältesten Cousine. Schade, dass ich davon kein Foto gefunden habe ...

3. Zeig uns ein Foto deiner Mutter aus der Zeit, bevor sie Kinder hatte und beschreibe, was du siehst.

Tja, auch da habe ich kein Foto gefunden. Ich weiß, dass es sehr schöne gibt, aber leider nicht, wo ...
Was ich aber gefunden habe, ist ein Foto von ihr vier Jahre nach meiner Geburt.


Alles selbstgenäht. Nicht besonders extravagant, aber schön und alltagstauglich.

4. Kannst du etwas dazu sagen, inwiefern deine Figur und dein Stil mit deiner Mutter zu tun haben, oder auch nicht?

Figur, Gesicht, alles eins. Außer den Haaren, die hat mir mein Papa vererbt. Ansonsten könnten die Schwester meiner Oma, meine Mutter und ich wie eine Person in unterschiedlichen Phasen des Älterwerdens durchgehen. Ich habe einen Koffer mit Kleidern meiner Großtante, die mir perfekt passen. 
Vom Stil her ähnele ich meiner Mutter auch. Ich bin nur weniger als sie ein Fan von Schmuck. Da gehen unsere Geschmäcker ziemlich auseinander.

Wieder spannende Fragen, vielen Dank dafür!
Hier geht es zu den Antworten der anderen TeilnehmerInnen.
 
Liebe Grüße schickt euch
Doro
 

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