Posts mit dem Label FrauAiko werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label FrauAiko werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 6. Mai 2026

MMM - mit dem (wahrscheinlichen) Ende einer Ära

Wer hier schon länger mitliest, für den ist es kein Geheimnis, dass FrauAiko von StudioSchnittreif einer meiner absoluten Lieblingsschnitte ist. Ich weiß nicht, wie oft ich ihn genäht habe, aber mindestens 20x bestimmt - für mich, meine Töchter, meine Schwester, meine Freundin, aus Webware oder Jersey, mit kurzen oder langen Ärmeln, ... Mit dem weiten U-Boot-Ausschnitt habe ich immer ein bisschen gehadert, aber wirklich nur ein bisschen.
Vor ein paar Wochen habe ich beschlossen, den Ausschnitt etwas zu verändern: nicht mehr so weit, dafür etwas tiefer. Und dann habe ich zwei "Probe-Aikos" genäht - und damit vielleicht das Ende der Ära eingeläutet.
Nummer 1 ist aus Viskose-Jersey. Der Ausschnitt ist perfekt, ABER: ich habe quer zum Fadenlauf zugeschnitten! Das ist mir, ich glaube, nur einmal ganz am Anfang meiner Nähkariere passiert ... Aber der Musterverlauf war für mich eindeutig, und eindeutig falsch, wie sich beim Nähen heraus stellte.
 
 
Das Shirt trägt sich sehr angenehm und gefällt mir auch gut, aber wie lange es dauert, bis es sich in alle Richtungen verzieht, wird man sehen ...
 Nummer 2 habe ich aus einem lange gehüteten Schätzchen von Art Galerie Fabrics genäht. Gekauft hatte ich es als Baumwoll-Popeline, aber dafür kam es mir eigentlich zu fest vor. Weil FrauAiko aber ja für Leinen o.ä. konzipiert ist, dachte ich, der Stoff wäre dafür sicher auch geeignet. Nun ja, das ist er nicht. Er ist zu steif, zu "raschelig", und trotz verschiedener Änderungen kann ich das Shirt nicht tragen. Schade um den Stoff. 
 

 Jetzt habe ich erst mal keine Lust mehr auf den Schnitt. Vielleicht waren das die beiden letzten Aikos ...
 
Was aber immer noch geht und auf keinen Fall zum letzten Mal gemacht wurde, ist ein Pulli nach der Anleitung "Yume" von Isabell Krämer. Das neueste Exemplar habe ich wieder aus Drops Belle gestrickt. Da das Garn von einem geribbelten Pulli war, hatte ich nur eine begrenzte Menge zur Verfügung. Deshalb ist der Pulli leicht gecroppt und hat nur 3/4 - Ärmel.
 

 Im Urlaub habe ich ihn schon auf Campingtauglichkeit getestet und für gut befunden :)
 
Ich bin gespannt, welche Tops (oder vielleicht auch Flops) heute wieder auf dem MMM-Blog zu entdecken sind. Danke ans MMM-Team für´s Bereitstellen dieser Plattform!
 

 

Mittwoch, 4. Februar 2026

MMM - Was man so braucht ...

 Nach eingehender Prüfung meines Kleiderschrankes stellte sich im Januar ein Defizit an Langarmshirts heraus.  Natürlich sind solche Kleidungsstücke eher langweilige Nähprojekte und natürlich könnte man sich auch schnell welche kaufen. Aber für genau diesen Zweck hatte ich schon im vergangenen Herbst Stoffe gekauft. 
Also habe ich an einem Samstag, an dem meine komplette Familie ausgeflogen war, die Gunst der freien Zeit genutzt und zugeschnitten und genäht.
Aus einem Ajour-Strick habe ich mir eine weitere "Frau Aiko" genäht - ich weiß nicht, die wievielte ... Aber ich mag diesen Schnitt einfach so gern. Dieses Mal habe ich auch wieder die Ärmel verlängert.
 
 
Dann entstand noch ein Streifen-Shirt. Dafür habe ich den Schnitt des Oberteils vom Kleid "Frau Fanni" etwas abgeändert. Mir gefällt der ein bisschen weitere Ausschnitt sehr und auch die Passform - nicht zu weit und nicht zu schmal. 
 

 Ja, und dann hatte ich im Januar unverhofft viel Strickzeit. Nach einer Virusgrippe konnte ich nicht viel mehr machen als auf der Couch zu sitzen und zu stricken. So entstand ein "Creativity Cowl" nach der Anleitung von tori yu aus zwei Schoppel Zauberbällen:
 

 Eigentlich wird für diesen Cowl eine Hauptfarbe und ein Kontrastgarn verwendet, aber ich wollte gern meine Schoppelwolle aufbrauchen. 
Die Konstruktion ist ganz interessant, man strickt im Grunde ein Trapez, welches am Ende dann zusammen genäht werden muss. 
 

 Abgekettet wird mit einem I-Cord, der sich bei mir extrem einrollt. Ich weiß auch nicht, wie ich es hätte vermeiden können - ich habe sogar schon auf der linken Seite abgekettet ... 
Egal, mir gefällt der Cowl trotzdem und die Farben machen einfach gute Laune. 
 
Dann habe ich auch noch einen Sophie Shawl fertig gestrickt, aus einer Wollmeise Pure in der schönen Färbung "Pfefferminz-Prinz" ;) Das war ein sehr entspanntes Stricken, immer kraus rechts hin und her. Perfekt für ein benebeltes Hirn ...
 
 
Ursprünglich hatte ich aus der Wolle einen Kolding gestrickt, den ich wieder geribbelt habe. Wolle und Anleitung passten einfach nicht zusammen. Jetzt ist daraus ein Tuch in richtig schöner Größe entstanden. Und ich habe noch genug übrig für eine passende Mütze und Handstulpen ;)
 
 
Schon länger fertig und auch ein Upcycling-Projekt ist der "Old Rose Wrap" nach einer Anleitung von Lisa Hannes. Die Wolle ist ein Traum: ein Merino-Seiden-Gemisch von Manos del Uruguay. Ursprünglich war sie ein großes Häkeltuch, welches ich einfach nicht mehr getragen habe.
 Diesen Schal jetzt liebe ich! Und auch das Stricken hat viel Spaß gemacht, die Zöpfe sind ganz unkompliziert und der Chart sehr eingängig.
 

 Damit reihe ich mich beim MeMadeMittwoch ein und bin gespannt, ob es dort noch viel winterliche Kleidung oder schon die ersten frühlingshaften Stücke zu sehen gibt.

Mittwoch, 7. August 2024

MMM - Gestrickt, gehäkelt und genäht

Eigentlich wollte ich euch zum heutigen MeMadeMittwoch ein neues Kleid zeigen oder wenigstens einen neuen Rock. Die Stoffe liegen hier, die Schnitte auch - aber irgendwie fehlt die Zeit oder die Lust für die Nähmaschine. 
Deshalb zeige ich euch heute einfach ein paar neue Oberteile - genäht, gestrickt und sogar gehäkelt. Heute wird es wohl etwas länger ... ;)
Fangen wir mit dem gestrickten Teil an:
 

Ich habe vor einiger Zeit im Sale bei Soul Wool zugeschlagen: SoftSilk - reine Bouretteseide für einen günstigen Preis. Daraus wollte ich mir ein Tolsta Tee von Rebecca Clow stricken. Innerhalb der Anleitung gibt es die Möglichkeit, das Shirt aus DK-Garn oder Fingering-Garn zu stricken. Ich lag mit meiner Maschenprobe genau zwischen den beiden Garnstärken und habe deshalb Gr. 6 der DK-Anleitung gestrickt, um auf Gr. 3 zu kommen. Das hat gut funktioniert. Verwendet habe ich übrigens Nadelstärke 4 für den Körper und 3,5 für die Bündchen.
 
 
Ich wollte gern Ärmel bis zum Ellenbogen und ein geteiltes Bündchen - das ist so in der Anleitung nicht enthalten, aber keine Herausforderung. Hinten ist das Bündchen ein wenig länger als vorn, das finde ich auch sehr hübsch. Von der Hauptfarbe habe ich nur 200g verbraucht bis zum letzten Stück des zweiten Ärmels. Weil ich dafür nicht noch einen Strang anfangen wollte, habe ich einfach die Streifenfarben getauscht. Und jetzt finde ich das ein richtig schönes Detail ;) Die Passform mag ich auch - nicht zu eng und nicht zu weit. Meine Bedenken, dass die Seide wächst beim Tragen, haben sich so nicht bestätigt.


 Im kühlen Schwedensommer hat sich das Shirt schon bestens bewährt. Die Seide trägt sich total angenehm und ist wirklich pflegeleicht. Zum Glück habe ich noch mehr davon, das wird nicht das einzige Oberteil daraus bleiben ...
 
Vor unserem Urlaub habe ich mir auch noch "schnell" zwei Shirts genäht:
 meinen All-time-favorite FrauAiko aus Viskosejersey, ohne Ärmel, dafür mit Ärmelaufschlägen und mit einem Gummizug im Bund. Ich mag es sehr!
 

 Das zweite Shirt ist wieder ein Kirstenkimono Tee, auch ein viel geliebter und -genähter Schnitt von mir. Hier habe ich einen Rest Viskosejersey verwendet und musste deshalb das Rückenteil stückeln. Aber das gefällt mir auch gut:
 
  

Und als letztes zeige ich euch noch meinen Neuzugang: den Tropez Sweater von paula m. 
Einen gehäkelten Pulli hatte ich vor Jahren schon mal, aber die Passform war einfach nicht meins. Nun wollte ich gern mal diese Anleitung ausprobieren. Gehäkelt wird das Shirt aus Baumwollgarn in Sportsweight. Ich wollte gern die Drops Belle, ein dickeres Garn, dafür verwenden, ich mag sie gern tragen und ich hatte noch etliches davon hier. Deshalb habe ich auch hier wieder eine völlig andere Größe gehäkelt, nämlich XS, um auf M zu kommen, mit einer Häkelnadel Stärke 4 und für die Abschlüsse mit Stärke 3.
 

 Zuerst werden Vorder- und Rückenteil einzeln gehäkelt, dann verbunden und die Ärmel angesetzt. Eine spannende Konstruktion! Ich habe mich für kürzere Ärmel als in der Anleitung entschieden, es ist ja ein Sommershirt und gefällt mir so besser.
 

 Natürlich hat auch hier wieder mein Garn nicht gereicht und ich musste noch zwei Knäuel nachkaufen. Außerdem hatte ich noch zwei ältere Knäuel zwar mit der gleichen Farbnummer aber einer ganz anderen Färbung hier. Die habe ich dann zum Zusammenhäkeln der einzelnen Teile benutzt. Getragen fällt es kaum auf.
 
 
Das Shirt ist kein Leichtgewicht - ich habe 420g Garn verbraucht, aber es ist trotzdem luftig und gefällt mir gut. Ich bin gespannt, wie es sich bewährt, es ist ja doch recht kurz geraten.
 

So, nun habt ihr es geschafft! 
Ich freue mich darauf, durch die anderen Beiträge auf dem MMM-Blog zu stöbern und wünsche euch noch eine schöne Sommerzeit! 
 
 

Mittwoch, 6. Januar 2021

MMM - Jahres-Rückblick

Neulich las ich einen Satz:
"Ich nähe um des Ergebnis willen, aber ich stricke wegen des Tuns." 
Ich bin kurz in mich gegangen - um dann festzustellen: Genau! So ist das bei mir auch. 
Ich lese öfter davon, wie wichtig es für viele von uns ist, wenigstens jeden Tag ein paar Minuten an der Nähmaschine zu haben, auch wenn es nur für eine Naht reicht. Bei mir ist es eher so, dass ich glücklich bin, wenn ich wenigstens ein paar Minuten Zeit habe um ein paar Maschen zu stricken. Das ist für mich wirklich Entschleunigung, Entspannung und einfach Freude. Vielleicht liegt es daran, dass ich in einer für mich schwierigen Zeit wieder angefangen habe zu stricken und das Nähen erst später dazu kam. Bis heute finde ich Nähen eher spannend als entspannend. Und ich nähe tatsächlich nur, wenn ich etwas brauche oder möchte. Da geht es mir ganz klar nur um das Ergebnis - das zum Glück mittlerweile fast immer so ist, wie ich es mir vorstelle.
Und so sind im vergangenen Jahr einige Kleidungsstücke für mich entstanden, die hier auf dem Blog noch nicht aufgetaucht sind. Da ist doch so ein Rückblick eine gute Gelegenheit, sie mal zu zeigen:
 
Frau Holly von StudioSchnittreif aus einem Viskose-Coupon vom Stoffmarkt: sehr gern und viel getragen, auch wenn ich mit der Halsausschnittverarbeitung nicht ganz glücklich bin.
 

Ringelshirt nach meinem bewährten Schnitt aus "Alles Jersey, Shirts und Tops": grün, Ringel - das kann nur ein Liebling sein ;)
 

Für meine Freundin nähte ich im März ein Geburtstagskleid aus Viskosejersey, nach noch einem bewährten Lieblingsschnitt (Ein Schnitt, vier Styles von Rosa P.) Das Kleid hätte ich auch gern selber behalten ;)
 

Im Frühling probierte ich einen neuen T-Shirt-Schnitt aus, FrauTina von StudioSchnittreif. Ich mag die lockere Passform und die überschnittenen Ärmel sehr, davon gibt es in diesem Jahr bestimmt Nachschub - T-Shirts sind Mangelware im Schrank ...
 


 Zur standesamtlichen Trauung unserer zweitältesten Tochter habe ich mir eine Pirkko-Pants genäht (hier) und dazu eine FrauAiko aus Viskose - bewährter Schnitt ;) und im Sommer für mich ideal:
 

Zwei Kimono Tees habe ich auch  genäht, eins in hellgrün ohne Schnickschnack (und ohne Foto, dafür viel getragen) und eins in türkis mit einem Tropfenausschnitt. Erst fand ich den Ausschnitt zu weit geraten, aber jetzt mag ich das Shirt trotzdem sehr:


Im November heiratete unsere zweitjüngste Tochter und ich wollte mir auch für ihre standesamtliche Trauung etwas nähen. Schon länger stand ein Shirt Siesseby von der Schnittquelle auf meiner Wunschliste, nachdem mein erstes wegen schlechter Stoffqualität meinen Schrank verlassen musste. Ich hatte mir für meine zweite Version extra einen Baumwollstrick mit Ajourmuster bestellt, aber schon beim nähen war mir klar, dass es wieder nicht der ideale Stoff dafür ist. Ein Lieblingsteil ist es jedenfalls nicht geworden. Und ob ich noch einen Versuch mit diesem Schnitt mache, weiß ich noch nicht ...


Zum Schluss zeige ich euch noch ein Kleid Nr.1 von Rosa P. - ein Schnitt, den ich auch schon öfter genäht habe und den ich sehr mag:

 
Aber: dieses Kleid gibt es nicht mehr. Jedenfalls nicht im Ganzen. 
Irgendwie war mir das Kleid zu eng an den Armen und die Taschen, die ich wegen des dickeren Stoffes weggelassen hatte, fehlten immerzu. Also habe ich vor ein paar Wochen die Schere genommen und das Kleid unter den Brustabnähern zerschnitten. Umgenäht, Gummi rein - jetzt habe ich einen sehr bequemem Couch-Rock. Die Taschen fehlen immer noch, aber wer braucht die schon auf der Couch ...
Das Shirt dazu ist auch neu, aus sehr weichem Baumwolljersey und nach dem selben Schnitt wie das Ringel-Shirt (bewährt - ihr wisst ja ...)


Insgesamt kann ich sagen, mein Nähen um des Ergebnis willen hat sich gelohnt, fast alle Teile habe ich sehr gern und schon oft getragen. Aber ganz sicher lag das auch an den Schnitten, die ich kannte, angepasst habe, die ich mag, in denen ich mich wohlfühle.
Ich denke, mit diesem Konzept kann auch 2021 nicht viel schiefgehen. Und wer weiß, vielleicht überkommt mich ja doch noch mal die Lust auf Näh-Experimente ...

Rückblicke, Ausblicke und einfach schöne Kleidung wird heute wieder auf dem MMM-Blog
gesammelt!
 
Ich wünsche euch allen ein gesegnetes, gesundes neues Jahr!

 

 

Mittwoch, 7. Oktober 2020

MMM - Leinenliebe

 In diesem Jahr habe ich meine Liebe zu Leinen entdeckt.
Zwar habe ich auch schon vorher Leinen vernäht, aber so richtig in diese Stoffart verliebt habe ich mich erst jetzt.
 

Wahrscheinlich liegt es auch zu einem nicht unerheblichen Teil an dem wunderschönen Leinen von Merchant and Mills, den ich bei Sabrina von "Schöner Stil" gekauft habe. Mein Plan war ein Sommerkleid und eine Leinenbluse - und so ging ich im www auf die Suche nach DEM Schnitt. 
Dabei stolperte ich immer wieder über das Wiksten Shift Dress. Dieser Schnitt schien mir perfekt, genau so hatte ich mir Kleid und Bluse vorgestellt. 
 Ich weiß nicht, wie oft ich den Schnitt dann schon im Warenkorb hatte ... am Ende habe ich immer wieder gezögert. Der Schnitt ist nicht ganz preiswert und eigentlich sehr simpel und ähnelt besonders als Tunika-Version einem meiner Lieblingsschnitte, "FrauAiko" von StudioSchnittreif. 
Einen neuen Schnitt zu kaufen, reizt mich immer noch sehr, aber ehrlich, ich brauche ihn nicht. Deshalb war ich auch standhaft ;)
 

Ein Sommerkleid aus dem ersten Leinenstoff habe ich schon aus einer "gehackten" FrauAiko genäht (aber noch nicht verbloggt ...) und jetzt für den Herbst wurde aus dem zweiten Leinen meine Wunsch-Tunika. 
 
 
Dafür habe ich den Schnitt einfach etwas verlängert und, statt den Ausschnitt nur umzuklappen, mit Belegen versäubert. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich großer Fan von Belegverarbeitung bin?
 

Weiter ist zu dem Schnitt und meiner Leinenliebe eigentlich nichts mehr zu erzählen - es ist einfach ein simples Kleidungsstück, dass aber gerade dadurch gut zu mir und meinem Leben passt.
Ach ja, und mein All-time-favorite-Cardigan aus dem Jahr 2015 passt auch hier perfekt drüber.
Dieser Strickmantel aus der Ottobre 5/15 wärmt mich nun schon das fünfte Jahr und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Ist das langweilig?


Ich bin ehrlich überrascht, wie angenehm sich Leinen auch bei kühleren Temperaturen trägt. Bisher hatte ich diese Stoffart immer nur für Sommerkleidung auf dem Schirm. Das könnte sich jetzt ändern ...
 
Auf dem MMM-Blog 
kann man heute sicherlich wieder viele tolle selbstgemachte Kleidung bewundern und ich freue mich schon auf´s Stöbern!

Herbstliche Grüße von
Doro

Mittwoch, 3. Juni 2020

MMM - Culotte


Anfang der 90er waren sie schon mal total in: Culottes, oder, wie sie damals hießen: Hosenröcke. 
Ich hatte auch einen, aus changierendem ganz dünnen Material, super bequem und ziemlich schick. Damit war ich sogar als Trauzeugin für meine beste Freundin unterwegs ...
Irgendwann kamen diese Hosen aus der Mode und ich entsorgte meine auch.
Dann dachte ich laaaange nicht mehr daran, bis im letzten Herbst von rosa p. eine Anfrage zum Probenähen für die "Pirkko-Pants" kam. Diese Hose hat sehr weite Beine und kann in allen erdenklichen Längen genäht werden. Ich entschied mich für die 3/4-Länge - und hatte plötzlich eine Culotte ...
Genäht habe ich sie aus ockerfarbenem leichten Wollgabardine mit ganz feinen Streifen in grün, braun und türkis. Nicht wirklich ein Kleidungsstück für den Winter, aber perfekt für den "Übergang".


Die erste Version habe ich mit "schmalerem" Bein genäht, also ohne die optionale Kellerfalte, und mit Gürtelschlaufen.
Nun werde ich in ein paar Wochen Schwiegermutter ;) und wir Eltern dürfen auf dem Standesamt dabei sein. Es wird erst mal keine große Feier geben (wir hoffen auf den September und die kirchliche Trauung ...), aber so ein bisschen schick möchte ich schon sein. Also habe ich mir aus knapp 1,5m Viskosetwill aus meinem Stofflager noch eine Pirrko genäht, dieses Mal aber mit Kellerfalten und ohne Gürtelschlaufen. 


Ich hatte erst Bedenken, dass ich mit der wirklich knappen Stoffmenge hinreiche, aber es hat geklappt. Viel war dann natürlich nicht mehr übrig ...


Der Stoff fällt total schön und trägt sich wunderbar. Und meine Bedenken, dass die Falten auftragen, haben sich komplett zerstreut.


Ich freue mich total über meine neue Culotte und bin sicher, sie wird mich nicht nur zur Trauung, sondern den ganzen Sommer über häufig begleiten. Für mich als bekennendes "Jeans-Mädchen" ist das der perfekte Kompromiss zwischen Hose und Rock.


Die Bluse ist übrigens eine FrauAiko ohne Ärmel aus Viskose und eins meiner meistgetragenen Oberteile im Sommer. Für die Trauung habe ich mir gestern eine neue zugeschnitten, aus Punkte-Viskose. Die zeig ich euch dann sicher auch ;)

Noch viel mehr wunderbare Sommerkleidung gibt es heute auf dem MMM-Blog zu entdecken.


Mittwoch, 4. März 2020

MMM - Gemütliche Pullis


Eigentlich wollte ich heute zum ersten Frühlings-MeMadeMittwoch meinen neuen Übergangsmantel zeigen. Er ist auch fertig. Seit gestern Abend, um genau zu sein. Seit gestern Abend, kurz vor Mitternacht. Da war es natürlich für Fotos ein bisschen spät ... Also zeige ich euch meinen Mantel nächstes Mal - vermutlich werde ich ihn die nächsten Monate sowieso nicht ausziehen ;)

Und heute bekommen eben ein paar schon länger fertige und seit dem viel getragene Pullis ihren Auftritt.
Den Anfang macht "Blomma", ein Tunika-Shirt aus dem rosa p.-Kleiderschrank-Buch. 
Ich habe die Tunika schon einmal aus einem dünnen Woll-Jersey genäht, allerdings war sie mir da in Gr. S viel zu weit. Und der schöne viereckige Ausschnitt rutschte fast von der Schulter. Mittlerweile ist das gute Stück auch entsorgt, die Stoffqualität ließ einfach sehrsehr zu wünschen übrig.
Nun dachte ich, wenn ich die Tunika aus einem festeren Stoff nähe, passt sie sicher besser.
Und deshalb habe ich einen absoluten Lieblingsstoff, den Knit Knit von Hamburger Liebe in türkis, mit den besten Absichten und größten Hoffnungen angeschnitten.
Was soll ich sagen? 
Viel zu groß, viel zu weit, fast untragbar. Die Enttäuschung war groß. 
Aber, das ist ja das Glück am Selbermachen, das muss nicht so bleiben. 
Ich habe also radikal gekürzt, an den Ausschnitt ein Bündchen genäht und einen Hutgummi eingezogen und auch der Saum bekam ein Bündchen. Jetzt ist es zwar keine Tunika mit ungewöhnlichem Ausschnitt mehr, aber ein sehr bequemer Pulli,der super in meinen Alltag passt.


Im Laufe der Zeit haben sich für mich bewährte Schnitte heraus kristallisiert und ich bin neuen Schnitten gegenüber eigentlich erst mal nicht so aufgeschlossen. So ging es mir auch mit dem "Flotter Flitzz" von EchtKnorke. Das schien ein wirklich interessanter und scheinbar sehr bequemer Schnitt zu sein, aber nicht unbedingt für mich.
Dann sah ich ihn immer wieder auf verschiedenen sozialen Kanälen, und irgendwann siegte die Neugier. Ich wollte auch so einen flotten Schnitt nähen!
Und ja, das ist wirklich ein flotter Schnitt. Und wirklich unschlagbar gemütlich.
Meinen erster Pulli habe ich aus einem Stricksweat genäht und könnte ihn quasi in Dauerschleife tragen.


Meine Bedenken, dass die weiten Ärmel schlecht unter die Jacken passen würden, waren gänzlich unbegründet. Das klappt wunderbar.
Deshalb habe ich gleich noch ein zweites Stoffschätzchen angeschnitten und mir eine Frühlingsversion daraus genäht.
Ich habe von diesem dünnen Strickjersey die linke Stoffseite nach außen genommen, die gepunktete rechte Seite fand ich zwar niedlich, aber ein bisschen ZU niedlich für mich. Jetzt gucken die Punkte an den gekrempelten Ärmeln ein bisschen heraus.
Bei beiden Pullis habe ich die Ärmel verlängert und bei der zweiten Version auch den hohen Kragen etwas gekürzt. So mag ich es lieber.


Und ganz zum Schluss zeige ich euch noch einen Pulli, den ich gar nicht für mich genäht habe sondern für meine große Tochter. Sie hat sich den Stoff, einen Jacquard-Jersey, selber ausgesucht und wünschte sich daraus wieder eine FrauAiko von StudioSchnittreif.


Wer hätte gedacht, dass es zu solchen einfachen Pullis so viel zu erzählen gibt? Das verstehen sicher nur Näh-Nerds ... und davon treffen sich viele heute auf dem MeMadeMittwoch-Blog .


Frühlingshafte Grüße schickt euch
Doro

Donnerstag, 20. September 2018

Herbst-Garderobe Teil 1


Ich mag den Herbst. Ich mag das Licht, die warmen Farben, die Sonnenwärme, die man jetzt genießt als wäre es der letzte Sonnentag, die Stille der Natur und die gemütlichen Abende.
Ich mag auch den Zwiebellook, der jetzt schon wieder fast ein Muss ist. Ich mag Strickjacken und  -mäntel, Cardigans und Tücher. Und bin mit allem wirklich gut ausgestattet. Eigentlich müsste ich also gar nichts neues nähen. Trotzdem gibt es natürlich das Ein oder Andere, was ich gern hätte oder was ich ersetzen müsste. 


Zum Beispiel fehlte mir ein Cardigan, der nicht nur sportlich sondern auch schick kann. Nach ein bisschen Recherche im www fand ich den perfekten Schnitt: den *Cardigan mit Schalkragen von lillesol und pelle.


Weil ich mir bezüglich der Größe etwas unsicher war, schnitt ich probeweise erst mal einen größeren Wollstoffrest zu. Die rechte Stoffseite gefiel mir nicht so recht, also habe ich die linke Seite nach außen genommen. So passt der Cardigan über ganz viele Oberteile in meinem Schrank - und zu Jeans ja sowieso ☺


Ich hatte gehofft, ihn auch mit Kleidern oder Röcken tragen zu können, aber dazu ist er mir ein bisschen zu lang. Vielleicht müsste ich versuchen, ihn irgendwo zu kürzen?


Der Schnitt bietet zwei verschiedene Möglichkeiten: man kann den Cardigan mit breiter oder schmaler Blende nähen. Ich habe mich für die schmale Blende entschieden, weil ich den aufgestellten Kragen so schön fand. Aber vielleicht wäre die breite Blende mit einem Knopfverschluss auch keine schlechte Idee ... ☺


Außerdem habe ich als bekennender *FrauAiko-Fan nun endlich auch mal *FrauKarla ausprobiert. Ich wollte einfach gern sehen, ob dieser Schnitt einen Unterschied macht. FrauAiko habe ich immerhin schon wirklich oft sowohl aus Webware als auch aus Jersey genäht. Wassoll ich sagen? Frau Karla gefällt mir (natürlich) auch. Aber beim nächsten Shirt wird es eine Symbiose aus beiden Schnitten geben - Ärmel und Ausschnitt von FrauAiko, Vorder- und Rückenteil von FrauKarla - und dann ist der Schnitt perfekt ...


Und zu guter Letzt: Ich habe mir einen eigenen Logo-Stempel gegönnt! Nachdem sogar meine Kinder mehrfach angemerkt hatten, dass mir so etwas fehlt, habe ich mir einen Stempel anfertigen lassen. Wegen des Logos war ich lange unschlüssig, aber am Ende bin ich bei Freuzeit geblieben. denn das ist genau das, was ich mir wünsche: eine Freuzeit beim Nähen und eine Freuzeit beim Tragen ☺


Habt eine schöne (Freu-)Zeit!

Liebe Grüße schickt euch
Doro
*Werbung wegen Namensnennung
verlinkt: sewlala
              du für dich am donnerstag

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...