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Mittwoch, 3. Juni 2026

MMM - Frühlingsjäckchen

Zwar war mein Jäckchen rechtzeitig zum Finale des FJKA2026 fertig, nur mit dem Fotos machen hat es nicht geklappt. Deshalb findet mein persönliches Finale heute zum MeMadeMittwoch statt ;)
 
 
Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis! 
Die Passform ist wunderbar - da war ich mir lange nicht sicher, wie sie wohl am Ende raus kommt. Die Ärmel haben mir die meiste Mühe gemacht, obwohl glatt rechts in Runden ja eigentlich entspannend ist. Aber da stimmte die Länge nicht, dann habe ich versehentlich zu früh mit dem Bündchen begonnen, dann war ein Bündchen schmaler als das andere (wie das passieren konnte, ist mir auch ein Rätsel ...)
Am Ende habe ich einfach irgendwann die Ärmel so gelassen und auf`s Blocken gehofft. Zum Glück ist die Rechnung aufgegangen, dank superwash ausgerüsteter Merino-Wolle ;) Jetzt ist die Ärmellänge perfekt.
 

 Beim letzten Zwischenstand war ich mir noch unsicher, ob ich ein Lace-Muster einstricke, habe mich aber dann doch dafür entschieden und finde, es unterstreicht noch mal die Luftigkeit und Leichtigkeit der Jacke.
 

 Man erkennt auch an den "Beulen" vom Kleid darunter, wie dünn das Gestrick ist. Tatsächlich wiegt die Jacke nur 217g. Jetzt habe ich noch knapp 100g von der Lace übrig. Mal sehen, wofür ich den Rest nutzen kann ...
Eigentlich wollte ich Perlmutt-Knöpfe für die Jacke besorgen, aber dann fielen mir diese anthrazitfarbenen Kokos-Knöpfe in die Hände, die ich von einem entsorgten Cardigan aufgehoben hatte. Mal sehen, ob sie bleiben dürfen oder doch noch durch andere ersetzt werden. 
 

 Vielen Dank an die Organisatorinnen des KAL Carola und Dana ! Ohne euch läge vermutlich der Strang Wolle noch unberührt in der Kiste und ich hätte kein so schönes leichtes Jäckchen für laue Sommerabende!

Montag, 27. April 2026

FJKA 2026

 Ich habe eine Weile überlegt, ob ich mitstricken möchte beim Frühlingsjäckchen-KnitAlong auf dem MMM-Blog,
aber weil gemeinsam stricken einfach Spaß macht, steige ich etwas verspätet noch mit ein.
 
Zum Wollfestival in Kassel im vergangenen Jahr habe ich mir einen Strang Wollmeise Lace in der Farbe "Moses" gekauft - das ist ein tiefes Petrolgrün - mit dem Plan, ein dünnes Sommerjäckchen wie dieses hier daraus zu stricken.
 

 Das Lace-Garn kommt auf einem 300g - Strang und schon das Wickeln hat richtig lange gedauert. 
Dann habe ich eine Maschenprobe gestrickt, etwas, was ich super selten mache. Mein Plan war nämlich eigentlich, den Little Love Cardigan von Ankestrick daraus zu stricken. Auf Ravelry gibt es auch einige Projekte aus dieser Wolle. Aber weil meine Maschenprobe jenseits von gut und böse war, habe ich diese Idee wieder verworfen. 
Auch die Suche nach einer anderen passenden Anleitung verlief nicht erfolgreich. Deshalb habe ich mich entschieden, einfach wieder freestyle zu stricken. So weit bin ich bisher gekommen:
 

 Ich habe mich beim Maschenanschlag an der Maschenzahl für das beige Jäckchen orientiert, aber die Maschen etwas anders aufgeteilt. 
 

 Die Raglanzunahmen integriere ich in ein Lace-Muster wie beim Felix-Cardigan, das gefällt mir total gut. Vielleicht stricke ich auch unten am Körper noch ein kleines Lace-Muster ein, das überlege ich noch. Bis dahin dauert es ja auch noch eine ganze Weile ...
 

... obwohl ich jetzt mit Nadelstärke 3,5 stricke. Das hatte ich ursprünglich sowieso vor, aber versehentlich die ersten Reihen mit NS 3 gestrickt. Das Maschenbild damit ist natürlich noch etwas dichter, aber das Stricken dauert auch länger. Also habe ich nach den ersten 15 Reihen auf die größere Nadelstärke gewechselt. Ein bisschen sieht man es hier oben im Strickbild , aber mittlerweile bin ich schon etwas weiter und es fällt nicht mehr auf.
Natürlich ist das Stricken von dünner Wolle mit kleinen Nadeln und viiiilen Maschen eher ein "Slow Knitting"-Projekt, aber wir werden sehen, wie weit ich bis zum Finale komme ...
 
Danke an die Organisatorinnen Carola und Dana für den KnitAlong! 

Mittwoch, 4. März 2026

MMM - Es grünt so grün ...

 

 Der Frühling steht in den Startlöchern und ich genieße jeden Sonnenstrahl nach den langen dunklen Wintertagen. Ich freue mich auch schon sehr darauf, einfach nur schnell ein Jäckchen überzuwerfen, wenn man nach draußen geht anstatt sich in dicke Winterjacken zu hüllen.
Damit ich für diese Zeit gut gerüstet bin, habe ich mir schon mal einen Cardigan gestrickt.
 

 Das ist der "Rebel Cardigan" von Ankestrick. Ich habe ihn im letzten Sommer schon mal gestrickt, aber leider für mich zu groß. Meine älteste Tochter freute es ;)
Nun habe ich mir noch mal einen gestrickt, aus Drops Air in Moosgrün und in Gr. 2. Und jetzt passt die Jacke perfekt. Das Stricken ging ziemlich flott, auch weil ich die Anleitung schon kannte und wusste, was ich bei manchen Arbeitsschritten tun sollte. Ich habe die Wolle mit Nadelstärke Nr. 4,5 verstrickt obwohl Nr. 5 empfohlen wird und ich eigentlich eher fest stricke. Aber so habe ich einen schönen griffigen Stoff bekommen, der mich in der Frühlingszeit bestimmt schön wärmt. Dazu trägt auch der breite Schalkragen bei, weshalb ich überhaupt diese Jacke stricken wollte. Ich hab es immer gern warm im Nacken ...
 

Auf diesem Foto kann man schön die Konstruktion der Jacke erkennen, aber auch den Grund, weshalb auch der Rebel Nr. 2 fast ein Flop geworden wäre.
Ursprünglich hatte ich die Wolle für einen Slipover gekauft, mich aber recht schnell dafür entschieden, eine Jacke daraus zu stricken und noch 3 Knäuel nachbestellt. Die stammten zwar von einer anderen Charge, sahen aber farblich identisch aus. Und tatsächlich ist mir beim Stricken auch kein Unterschied aufgefallen, sondern erst, als ich ein Zwischenstands-Foto  machte:
 

Hier kann man es gut erkennen. Oben und der Ärmel nach der Achsel sind mit der dunkleren Charge gestrickt - und der zweite Ärmel mit der  helleren. Hilfe! 
Ich habe also den dunkleren Ärmel geribbelt, auch ein großes Stück vom Körper, und den Ärmel mit der helleren Wolle gestrickt. Am Körper habe ich dann ganz allmählich die dunklere Wolle eingefadet. Man sieht es natürlich immer noch ein bisschen und der Farbwechsel-Block auf der Schulter ist auch gut zu erkennen, aber damit kann ich jetzt leben. Und vielleicht schaut ja keiner so genau hin ;)
 Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit meiner Jacke. Allerdings überlege ich noch, ob ich sie verschlusslos lasse oder doch noch nachträglich einen Knopf anbringe.
 

 Damit sende ich euch abendsonnige Grüße aus unserem Frühlings-Garten und hüpfe rüber zum MeMadeMittwoch-Blog , wo sich heute wieder viele gutgekleidete Damen tummeln.
 

 
 
 

Mittwoch, 2. Juli 2025

MMM im Mustermix

Ich habe zu Beginn des Sommers in meinem Kleiderschrank ziemlich aussortiert. Auch fast alle Sommerkleider mussten weiterziehen, weil sie mir nicht mehr passten, weil sie nicht mehr zu mir passten, weil sie schon zu lange passten ...
Ich trage aber gerade im Sommer wirklich gern Kleider, mittlerweile auch am liebsten aus luftiger Webware. Da fehlte mir nun etwas im Schrank. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Schnitt.
Fündig wurde ich erst vor kurzer Zeit. Da veröffentlichte Claudia von ki-ba-doo nämlich das Kleid "Liv" und es war bei mir quasi Liebe auf den ersten Blick. 
 

 Dieses Kleid hat alles, was ich mag: ein lockeres Oberteil aus Jersey und einen langen, luftigen, schwingenden Rock aus Webware. Leider keine Taschen, aber man kann nicht alles haben ;)
 Das Oberteil habe ich etwas verändert - im Original hat es nicht so einen weiten Ausschnitt und nicht so überschnittene Ärmel. Da mir der Ausschnitt vom "Faded Stripes"-Shirt (Ottobre) und die überschnittenen Ärmel vom Kimono-Tee gut gefallen, habe ich beides auf das Original-Oberteil angepasst und jetzt für mich den idealen Schnitt gefunden.
Ich habe dafür einen Rest Viskosejersey vernäht, der eigentlich nur zufällig neben der Viskose für das Rockteil lag. Ursprünglich hatte ich ein weißes Oberteil dazu geplant, aber die Streifen fand ich auch ganz interessant dazu ...
 

Der Rock kann auch einzeln genäht werden und ist - im Gegensatz zum Oberteil - ein echter Stoff-Fresser, weil er im schrägen Fadenlauf zugeschnitten wird. Dafür fällt er aber auch wunderbar. 
 

Ich habe schon gleich nach Fertigstellung von diesem Kleid die nächsten Versionen geplant - das lädt doch einfach zum Spielen mit Muster und Farben ein, oder?


Außerdem ist jetzt endlich mein "Rebel"-Cardigan von Ankestrick fertig geworden, den ich im Zuge des FJKA 25 begonnen hatte. Gestrickt habe ich ihn aus der Drops Brushed Alpaka Silk, einem Garn, das ich sehr gern mag und in der Größe 3. Ich hätte allerdings auch locker Gr. 2 stricken können, dann hätten meine 5 Knäuel vermutlich gut gereicht. 
 

So musste ich nachbestellen und bekam zwar ein Knäuel mit der gleichen Farbnummer aber einem richtig großen Farbunterschied. Man sollte meinen, bei "Off White" gibt es das nicht so, aber hier ist es schon ziemlich krass. 
 
 
Ich habe am Körper mit dem neuen Garn nur das Bündchen gestrickt und an den Ärmel kurz vorm Ende gefadet, da fällt es nun kaum auf. Und es macht mir auch nichts aus. Der Cardigan ist ein Träumchen, weich und super leicht (160 g) und perfekt zum schnell mal Überschmeißen. 
 
Über beide Teile freue ich mich wirklich sehr und auch darauf, das Kleid dann am Wochenende zu einer Familienfeier auszuführen.

 
Was für  sommerliche Kreationen es wohl heute wieder beim MeMadeMittwoch zu entdecken gibt?

Mittwoch, 7. Februar 2024

MMM - Seelenwärmer

 
Im Januar habe ich traditionell nach den vielen gestrickten Mützen, Socken und anderen wolligen Geschenken Zeit und Lust, etwas Größeres für mich zu stricken. Die Wolle dafür habe ich schon vor längerer Zeit bestellt und mich wirklich schon auf´s Verstricken gefreut.
 
 Zuerst wurde ein "Erikka-Slipover" für mich fertig. 
 

Gestrickt habe ich ihn in Gr. 38 mit Drops Air in Seegrün - ich finde, das ist die allerschönste Farbe überhaupt! Die Anleitung schlägt mehrere Optionen vor und ich habe mich für den halsfernen Ausschnitt (obwohl er eigentlich nicht halsfern ist ...) und eine angepasste mittlere Länge entschieden. Die gewählte Länge ist dann auch entscheidend für die Größe des Armausschnittes.
 
 
Mir gefällt an diesem Pullunder besonders der gleich angestrickte I-Cord-Rand an den Armausschnitten.
 

Von der Drops Air habe ich mir bei der Bestellung im Herbst auch noch eine größere Menge in Meeresblau für eine Strickjacke gekauft. Schon länger wollte ich mir einen "Felix-Cardigan" stricken und ich hatte auf Ravelry einige Versionen davon aus der Air gesehen, die mir gut gefielen.
Mitte Januar habe ich die Jacke angeschlagen - und knapp drei Wochen später war sie schon fertig.
 

 Der "Felix-Cardigan" ist eigentlich eine ganz simple Raglan-Konstruktion, wobei die Raglan-Zunahmen in einem kleinen Lace-Muster gestrickt werden.
 

 Mit Nadelstärke 5,5 ging das Stricken total schnell. Meine Maschenprobe stimmte nicht mit der geforderten Maschenanzahl überein, also habe ich Gr. 3 gestrickt um auf Gr. 1 zu kommen. Der Plan ging auf :)


Und in den Tiefen meiner Knopfkiste habe ich sogar perfekt passende Knöpfe gefunden, zwar nur aus Kunststoff, aber egal.


Diese beiden Teile werden mich hoffentlich gut durch die grauen kalten Wintertage bringen.

Ach so, vielleicht interessiert euch noch der Garnverbrauch?
Beides sind absolute Leichtgewichte, für die Jacke habe ich 280g Drops Air verstrickt und für den Pullunder nur 128g.

Nachher gehe ich stöbern auf dem MMM-Blog und bin schon gespannt, was ich alles entdecken werde.
 

Mittwoch, 7. Juni 2023

MMM - Besser spät als nie ...

 Vor drei Jahren habe ich mir einen schweren Viskose-Jersey bei - damals noch - Stoff&Stil bestellt. Mein Plan war, daraus ein Kleid für eine Hochzeitseinladung zu nähen. Leider passte es dann zeitlich nicht und der Stoff blieb im Schrank. 
In diesem Jahr gab es einige Einladungen zu Konfirmationen und dazu wollte ich mir nun endlich dieses Kleid nähen und auch eine passende Jacke dazu stricken. 
Tja, die Jacke habe ich schon zu einem Fest getragen, das Kleid ist ein paar Wochen zu spät fertig geworden. Aber besser spät als nie ...
Interessant ist auch die Erkenntnis, dass ich wohl schneller stricke als nähe ;)
 
 
Für die Jacke habe ich mich grob an der Anleitung für den Ravello von Isabell Kraemer orientiert und dann einfach nach Lust und Laune gestrickt. Ich wollte gerne ein kleines Muster, aber nicht zu auffällig, damit die Jacke gut kombinierbar bleibt, und ich wollte sie ehr kurz, damit ich sie vor allem gut über meinen Kleidern und Röcken tragen kann. Das hat wirklich gut geklappt. Nur der Ausschnitt ist mir nicht so gut gelungen. Aber wer es nicht weiß, denkt, das muss so.
 

Das Garn ist die Coast von Holst und ein Rest von diesem Pulli .
Dieses Mal habe ich sie einfädig verstrickt und die Jacke ist super leicht - 120g - und trotzdem wärmend. Ich bin wirklich sehr begeistert von diesem Garn! Das nächste Oberteil daraus ist schon auf den Nadeln :)
 Und hier kommt nun das Kleid dazu:


Ich habe meinen bewährten Schnitt für Jersey-Kleider genäht, wieder aus dem rosa p.-Buch "Ein Schnitt, vier Styles", und ich habe eine Seitennahttasche hinzugefügt. Ich mag das Kleid, aber ich bin nicht ganz so begeistert davon, wie ich dachte. Woran es liegt, weiß ich gar nicht richtig. Der Stoff ist toll und der Schnitt passt mir sehr gut. 
 

Vielleicht ist es einfach an der Zeit, mal ein neues Schnittmuster auszuprobieren ... Ich halte schon Ausschau, bin aber für jede Anregung dankbar!
 
Richtig schön finde ich, dass das Kleid auch mit einigen anderen Jacken tragbar ist, wie mit dem Yoko-Cardigan, auch von rosa p.:


oder mit dem February Lady Sweater von Pamela Wynne:


Vielleicht entdecke ich ja heute beim MeMadeMittwoch schon den ultimativen neuen Kleiderschnitt für mich?

Montag, 28. März 2022

FJKA 2022 - Zwischenstand

 Ich habe mich entschieden. 
Aus der aronia-gefärbten Wolle stricke ich den "La Dame de Fer"-Cardigan von Marie Amelie-Design.
Das ist ein Cardigan mit einer Rundpasse in einem Hebemaschenmuster. Es hat eine Weile und ein paar Versuche gedauert, bis ich verstanden hatte, wie das Muster zu stricken ist, aber dann hatte ich es schnell im Kopf. Das Stricken ist auch wirklich unkompliziert, aber irgendwann zogen sich die Reihen ganz schön ...


Im Moment zieht sich das Muster auch noch ziemlich zusammen, ich hoffe, nach dem Waschen und beim Tragen kommt es dann besser heraus.
Da das doofe "C" nun auch bei uns eingezogen ist und das Leben ziemlich lahm gelegt hat, bin ich zu außergewöhnlich viel Strickzeit gekommen. Auch wenn die Kraft sehr begrenzt ist, für ein paar Reihen reicht sie gerade. Und so konnte ich mittlerweile schon die Ärmel stilllegen und stricke nun den Körper einfach glatt rechts runter. 


Ich hoffe, die komischen Wellen an den Vorderteilen verschwinden mit dem Anstricken von der Knopfleiste ...
Übrigens fällt der Cardigan sehr körpernah aus, deshalb habe ich mich bezüglich der Maschenanzahl an Anleitungen orientiert, die etwas lockerer sitzen, und stricke nun die Größe L.

Das Garn verstrickt sich etwas mühsam. Durch die Färberei mit den Aroniabeeren und der Alaun-Beize und der späteren Wässerung in einer Säurelösung ist es ziemlich störrisch. Wahrscheinlich sind auch die Holznadeln, die ich benutze, nicht die beste Wahl. Deshalb habe ich mir spontan noch eine Metall-Rundstricknadel von Chiagoo in NS 3,5 bestellt ;)
Gerade ist also meine Motivation zum Weiterstricken nicht besonders hoch. Deshalb habe ich spontan noch ein neues Projekt angeschlagen - viel Strickzeit, ihr wisst ...


Das wird der Niamh-Sweater von Isabell Kraemer. Ich finde die Schulterkonstruktion sehr spannend, diese Contiguous-Methode habe ich noch nie gestrickt.  Bis jetzt geht es auch nur glatt rechts in Reihen, aber die Motivation ist hoch: bald kann ich die Vorderteile verbinden und dann geht es entspannt in Runden weiter. Und das Garn, eine Wolle-Seide-Mischung, verstrickt sich wie Butter. Ich hoffe, das Maschenbild wird nach dem Waschen noch gleichmäßiger. Im Moment sieht es nicht so schön aus, da das Garn schon mal geribbelt war und trotz Baden und Wickeln noch ein bisschen "wellig" ist.

Nun freue ich mich auf die anderen Ideen und Zwischenstände beim FJKA, die wieder auf dem MMM-Blog von Kathrin gesammelt werden. Vielen Dank dafür!

Mittwoch, 2. März 2022

MMM mit einem Abenteuer

Obwohl ich eigentlich für´s neue Jahr keine Vorsätze fasse, war doch in diesem Jahr klar, dass ich mich endlich an Colourwork-Stricken wagen wollte. Ich finde diese Strickstücke so unglaublich schön und bewundere jeden, der so etwas fertig bringt ... Meine Versuche in dieser Richtung beschränkten sich auf zwei Paar Socken und waren nicht wirklich von Erfolg gekrönt.
Dann sah ich auf Ravelry die wunderschönen Anleitungen von Jennifer Steingass und konnte nicht widerstehen.
Allerdings wusste ich: wenn Colourwork, dann nur als Jacke und dann auch gleich mit Steek. Also schaute ich mir die Anleitungen unter dem Gesichtspunkt an, dass es möglich sein sollte, in der Mitte des Vorderteils das Muster mit einem Steek zu unterbrechen. Meine Wahl fiel auf den "Alden-Sweater", gestrickt aus Drops Flora in braun und natur. Beim letzten MMM habe ich euch den Beginn schon mal gezeigt:
 
 
Erstaunlicherweise machte mir das Musterstricken wirklich Spaß, allerdings habe ich auch die meiste Zeit sehr unkonventionell gestrickt und jede Farbe einzeln auf die Hand genommen. Das dauerte natürlich wesentlich länger, aber so hatte ich die Fadenspannung ganz gut im Griff ;)
Gegen Ende der Musterpasse traute ich mir dann auch das zweifädige Stricken zu. Aber obwohl ich wirklich sehr auf die Fadenspannung geachtet habe, war sie am Ende doch etwas zu straff. Da macht einfach Übung den Meister ...
Für den Steek habe ich in der Mitte des Vorderteils das Muster unterbrochen und 5 Extramaschen gestrickt. Ach ja, und alles mit Nadelstärke 4 und in Größe 3.
Für den gesamten Cardigan habe ich trotz Unterbrechungen durch andere Strickstücke nur erstaunliche 1,5 Monate gebraucht. Dann begann das Abenteuer Steeken.
Zuerst habe ich die beiden Maschen rechts und links von der Mittelmasche abgehäkelt, um sie zu sichern.


Weil ich dem Frieden nicht recht traute, nähte ich auch noch mit der Nähmaschine und einer ganz kleinen Stich-Einstellung darüber.
 

 Zum Aufschneiden habe ich mir dann allerdings seelische und moralische und könnerische Unterstützung durch meine Strickfreundin gesucht, die eine Meisterin im Colourwork ist. Hilfe, war das aufregend! 
 

 Tatsächlich hat meine Maschen-Sicherung gehalten und nichts hat sich geribbelt. Puh ...
Als Knopfleiste wollte ich ein "Sandwich-Bündchen" stricken, also ein doppeltes Bündchen quasi, damit die Schnittkante darin verschwindet. Dazu wurden auf beiden Seiten jeweils auf der inneren und äußeren Seite der Jacke die Maschen für die Knopfleiste aufgenommen und mit je 4 Reihen im Bündchenmuster gestrickt.
 

 Danach habe ich die beiden "halben" Bündchen zusammengestrickt und dann die restliche Knopfleiste normal weiter bis auf meine gewünschte Länge gestrickt. 
 

 Die fertige Jacke habe ich schön lange baden lassen in der Hoffnung, dass die festen Spannfäden noch ein bisschen nachgeben. Leider haben sie mir den Gefallen nicht wirklich getan, aber ich finde das Ergebnis trotzdem tragbar. Beim Arme heben muss ich eben ein bisschen vorsichtig machen ;)
 

 Mit der Passform bin ich sonst sehr zufrieden, die Rundpasse ist mir nicht zu lang und die Ärmel schön bequem. 
 
 
Die Holzknöpfe sind schon eine ganze Weile in meinem Vorrat, die habe ich vor Jahren mal von alten Stoffvorhängen abgeschnitten :)
Und der Vollständigkeit halber: das Shirt ist auch recht neu. Das habe ich mir aus Modaljersey nach dem Schnitt "Fogg" aus der Ottobre 2/16 genäht. Beim nächsten werde ich den Ausschnitt etwas vergrößern, aber sonst gefällt mir der Schnitt sehr gut.

Der nächste Strickpulli, diesmal schon ein bisschen frühlingshafter, ist bereits auf den Nadeln. Das Stricken beruhigt mich in dieser Zeit einfach ...

Und auch wenn es dieser Tage viel Wichtigeres als selbstgemachte Kleidung gibt, so freue ich mich doch über dieses kleine Stückchen Normalität auf dem MMM-Blog. Vielen Dank dafür!

 


Mittwoch, 2. Dezember 2020

MMM - Kleiderliebe

 

Zum Herbstbeginn habe ich in diesem Jahr viele Kleider aussortiert. Aus manchen war ich "rausgewachsen", manche waren einfach durch´s viele Tragen nicht mehr schön. Manche habe ich als "Couch-Kleider" aufgehoben, aber die Kleidermenge in meinem Schrank war sehr überschaubar geworden. 
Das ist an sich ja nicht schlecht - Stichwort Capsule Wardrobe - , aber dann überkam mich doch der dringende Wunsch nach einem neuen Kleid. Ich trage sie einfach echt gerne ...
Am Stoff sollte es nicht scheitern, davon gibt es hier immer noch mehr als genug. Aber welcher Schnitt? Mal was Neues ausprobieren? Oder doch lieber was Bewährtes nähen? Ich schaute mich in gängigen Online-Shops um, welche Jersey-Kleid-Schnitte Frau in diesem Winter trägt und stellte fest: ich habe ja einen Schnitt, daraus kann ich eigentlich (fast) alles nähen. Ich weiß gar nicht, wie oft ich ihn schon genäht habe, für mich, für meine Freundin, für Sommer, für Winter, mit Taschen und ohne, im Stoffmix, mit Kellerfalten, verändertem Ausschnitt, ... Sogar das Kleid meiner Mama für ihre goldene Hochzeit habe ich nach diesem Schnitt genäht: nach dem Kleiderschnitt aus dem Buch "Ein Schnitt, vier Styles" von Rosa P.
Der Schnitt war also klar. 
Dann bekam ich von einer Bekannten einen Meter Jersey mit diesem Blättermuster geschenkt. Aber ein Meter? Für ein langärmeliges Kleid? Egal. Ich hab´s versucht und überraschenderweise hat der Meter tatsächlich gereicht. Nur an den Ärmeln musste ich noch ein schmales Bündchen ansetzen, damit ich auf die Länge kam.
 

Weil ein Kleid ohne Taschen zwar möglich, aber unpraktisch ist, habe ich welche zum Schnitt hinzu gefügt. Die Taschen sind keine Seitennahttaschen, sondern mit einem schmalen sichtbaren Eingriff. Ich habe bei den Nahttaschen oft das Problem, dass der Stoff in diesem Bereich beult, das habe ich so vermieden. 
 
 
Ansonsten habe ich dieses Mal nichts weiter am Schnitt verändert. Nur die Empire-Naht habe ich mit einer Spitze betont und ein Samtband oberhalb des Rocksaums angenäht. Alles ältere Bestände aus meinem Fundus ...
 
 
Mein roter Kisay-Cardigan
passt wunderbar dazu, aber ich hab mich sehr gefreut, dass auch mein Yooko-Cardigan ein guter Kombi-Partner ist:
 

Dieses leichte Jäckchen mag ich total sehr. Ich habe es bereits im Frühling gestrickt, als Teststrick für Rosa P., allerdings nicht aus der Orginal-Wolle sondern aus der Brushed Alpaka von Drops.
 

Erst war ich mir nicht sicher, ob ich so eine fluffige Jacke tragen mag, aber im Laufe des Jahres stellte sie sich als ein wirklich praktisches Kleidungsstück heraus: passt zu Kleidern und Hosen gleichermaßen, wärmt ohne zu warm zu sein und geht auch festlich - ich habe sie sogar zur Hochzeit unserer Tochter im September getragen.
Und jetzt also über meinem neuen Kleid:
 
 
Eigentlich hätte ich diese Jacke auch gern noch in ein, zwei anderen Farben ... Und Jersey für noch ein, zwei, ... weitere Kleider liegt auch hier. Also, wer weiß?
 
Was landauf, landab an diesem ersten Dezember-Mittwoch getragen wird, kann man wieder auf dem MMM-Blog
bewundern. 

 

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