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Sonntag, 26. Februar 2017

Stilvorbilder - Teil 3


Weiter geht es mit der Blogserie von Nico von artundstil.
Dieses Mal dreht sich alles um "Stilvorbilder". 


Und hier kommen die Fragen:
1. Was bewunderst du an der Art, wie andere Frauen auftreten?

Schwierige Frage. Bewundern ist vielleicht auch für mich der falsche Ausdruck. Beeindrucken trifft es wohl eher. Mich beeindruckt ihre Selbstsicherheit, ihre Individualität, ihre Ausstrahlung. Ja, am meisten wohl die Ausstrahlung - wenn sie positiv ist.

2. Viele Leute sagen, sie wollen sich wohlfühlen, oder sie bewundern Menschen, die "selbstbewusst" wirken. Was bedeutet das für dich?

Ich möchte mich auch wohlfühlen. In meinem Körper, in meiner Kleidung, in meinem Umfeld. Wenn ich mich wohlfühle, fühle ich ich angekommen, nicht fremd. Dann fühle ich mich im Reinen mit mir und dem Leben. Dann bin ich mir "selbst bewusst". Solche Ausstrahlung bewundere ich an anderen. Da hat Selbstbewusstsein auch rein gar nichts mit Arroganz gemein ...

3. Fallen dir Frauen auf der Straße auf? Falls ja, welche Art von Frauen zieht deine Aufmerksamkeit auf sich?

Ich sitze zu gern in Straßencafés und schaue mir Leute an. Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie viele unterschiedliche Menschen, Geschmacksrichtungen und Stile es gibt. Es gibt Leute, die tragen eigentlich gar nichts außergewöhnliches, aber man möchte sie immer nur anschauen - sie haben eine natürliche Eleganz und irgendwie liebenswerte Ausstrahlung. Ja, und natürlich gefallen mir auch Frauen, die Sachen tragen, die ich auch mag, die meinem Stilempfinden entsprechen. Etwas anderes wäre gelogen ☺

4. Welche bewunderst du? Wenn nicht Bewunderung, wie würdest du das Gefühl beschreiben, das eine interessant angezogene Frau auf der Straße bei dir auslöst?

Ich glaube, Bewunderung lösen bei mir eher Menschen aus, die eine positive Ausstrahlung haben. Das hat am Ende wenig mit ihrer Kleidung zu tun. Frauen, die mit sich im Reinen sind, die freundlich lächeln, auch wenn sie mich nicht kennen - ach, das ist wirklich eine Freude. Ja, und ehrlicherweise bewundere ich natürlich auch Frauen, die Sachen tragen können, die ich toll finde, aber niemals nicht anziehen könnte. 

Wenn ich nun also ein Fazit ziehen sollte, würde ich sagen, dass mir scheinbar positive Ausstrahlung wichtiger ist als Kleidung. Bei Menschen, in deren Nähe ich mich wohlfühle, ist mir recht egal, was sie mit welcher Figur tragen, ich finde sie immer attraktiv. Und vielleicht sollte ich mir mehr Gedanken über meine Ausstrahlung machen als über meine Kleidung ...
Trotzdem ist ja das Nähen mein Hobby und ich möchte wirklich Kleidung produzieren, die zu mir passt. Und darin dann Positives ausstrahlen ☺

Danke, Nico, für diese Serie! Es ist immer wieder spannend, sich zu den Fragen Gedanken zu machen und diese Gedanken mit anderen zu teilen - hier nämlich.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntagabend!

Liebe Grüße schickt euch
Doro


Sonntag, 5. Februar 2017

Stilprägung - Teil 2



Im zweiten Teil der Blogserie bei Nico geht es darum, wer unseren Stil geprägt hat.
Dazu stellt sie wieder vier Fragen, durch die wir der Antwort näher kommen können.
Hier sind sie:

1. Welchen kulturellen Hintergrund hast du und wie beeinflusst er deinen Kleidungsstil?

Hm ... Ich bin ein Landei. Geboren noch zu DDR-Zeiten, wo man trug, was man bekam. Wo Kleidung oft vererbt wurde. Allerdings war meine Mutter sehr kreativ und einfallsreich, um die Familie trotzdem gut auszustatten. Gern hätte meine Mutter mir viel individuellere Kleidung genäht oder gestrickt, wenn ich das zugelassen hätte. Aber ich war da eher zurückhaltender, Experimente habe ich erst später gemacht, in den Sturm- und Drangjahren nach der Grenzöffnung. Von meiner Mama (und meiner Oma) hab ich wohl die Handarbeitsgene geerbt - Danke, Mama!

2. Hast du von deinen Eltern etwas über Kleider, Anziehen oder Stil gelernt? Woran erinnerst du dich konkret? Haben sie dir diese Dinge beigebracht oder hast du sie dir abgeschaut?

Meiner Mutter war immer wichtig, dass die Kleidung die Person unterstreicht, zur Figur und den Lebensumständen passt. Und sie hat darauf geachtet, dass meine Schwester und ich eine gute Haltung hatten ☺ 
Das Credo meiner Mutter war: Wenn es nicht das gibt, was du brauchst/willst, dann mach es dir selber. Ich erinnere mich da an ein dunkelgrünes, lurexdurchwirktes bodenlanges, fast rückenfreies Kleid mit riesiger Häkelstola zur Hochzeit meiner ältesten Cousine. Schade, dass ich davon kein Foto gefunden habe ...

3. Zeig uns ein Foto deiner Mutter aus der Zeit, bevor sie Kinder hatte und beschreibe, was du siehst.

Tja, auch da habe ich kein Foto gefunden. Ich weiß, dass es sehr schöne gibt, aber leider nicht, wo ...
Was ich aber gefunden habe, ist ein Foto von ihr vier Jahre nach meiner Geburt.


Alles selbstgenäht. Nicht besonders extravagant, aber schön und alltagstauglich.

4. Kannst du etwas dazu sagen, inwiefern deine Figur und dein Stil mit deiner Mutter zu tun haben, oder auch nicht?

Figur, Gesicht, alles eins. Außer den Haaren, die hat mir mein Papa vererbt. Ansonsten könnten die Schwester meiner Oma, meine Mutter und ich wie eine Person in unterschiedlichen Phasen des Älterwerdens durchgehen. Ich habe einen Koffer mit Kleidern meiner Großtante, die mir perfekt passen. 
Vom Stil her ähnele ich meiner Mutter auch. Ich bin nur weniger als sie ein Fan von Schmuck. Da gehen unsere Geschmäcker ziemlich auseinander.

Wieder spannende Fragen, vielen Dank dafür!
Hier geht es zu den Antworten der anderen TeilnehmerInnen.
 
Liebe Grüße schickt euch
Doro
 

Mittwoch, 18. Januar 2017

Stilphilosophie Teil 1


Schon länger denke ich immer mal wieder darüber nach, welche Kleidung, welche Farben, welcher Stil zu mir und zu meinem Leben passt. 
Deshalb finde ich die Blogserie, die Nico vom Blog artundstil ins Leben gerufen hat, total spannend. Ihre Idee bassiert auf dem Buch "Frauen und Kleider. Was wir tragen, was wir sind" und sie stellt zweiwöchentlich Fragen aus diesem Buch, die dazu anregen, selbst darüber nachzudenken, was man trägt und warum.

 

Hier kommen also die ersten vier Fragen:

1. Welche Unterhaltung über Mode und Stil hat dich verändert?

Hm ... da geht es schon los. Unterhaltungen gibt und gab es darüber eigentlich kaum, höchstens dahingehend, dass manche Modeerscheinungen für mich ziemlich unverständlich waren oder sind. Modebewusste, Jogginghosentragende Männer beispielsweise ... 

2. Mit wem redest du über Kleidung?

Mit nähenden Freundinnen hauptsächlich. Und mit Freundinnen, mit denen ich gemeinsam eine Farbberatung gemacht habe.  Aber neuerdings auch mit Kolleginnen, die mich auf meine selbstgenähte Kleidung ansprechen und auf der Suche nach ähnlichen Sachen sind.
 
3. Glaubst du, du hast Geschmack oder Stil? 
Was ist dir wichtiger? Was verstehst du darunter? 

Stil ist für mich der Gesamteindruck einer Person, die Ausstrahlung ihrer Persönlichkeit unterstützt durch ihre Kleidung. Es gibt Menschen, die möchte man einfach immer anschauen. Manchem ist Stil einfach angeboren ... Ob ich Stil habe, kann ich ganz schlecht einschätzen. Ich glaube eher, ich bin noch in der Entdecker-Phase, auf der Suche nach "meinem" Stil.
Geschmack ist für mich eher subjektiv. Was mir gefällt, kann für jemand anderen ein NoGo sein. Aber ja, ich denke (und hoffe) schon, dass ich Geschmack habe ☺

4. Wenn du dich nur mit Klamotten beschäftigen würdest, und man dich als Expertin nach deiner Stilphilosophie fragen würde, was würdest du sagen?

Die Kleidung soll zur Person und zum Leben passen, nicht umgekehrt. Manchmal muss man einfach etwas ausprobieren. Fehler machen ist nicht schlimm.
Und am wichtigsten: Kleidung ist nicht das Wichtigste im Leben! Dass wir uns darüber Gedanken machen können, ist ein Zeichen von großem Luxus. Wenn man sich das immer wieder bewusst macht, kann man sehr entspannt an dieses Thema heran gehen.

Hier kann man nachlesen, wie die anderen Teilnehmer die Fragen für sich beantwortet haben.
Und ihr? 

Liebe Grüße schickt euch
Doro


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