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Mittwoch, 2. September 2026

MMM - Streifen gehen immer

 
Für unseren diesjährigen Sommerurlaub war ich auf der Suche nach einem Strickprojekt. Das Garn stand fest - da lagen noch etliche Knäuel von der Drops Belle, die gut zusammen passten. Die Suche nach DER Anleitung war gar nicht so einfach, aber schlussendlich entschied ich mich für das Seaside Tee von Coco Amour. Nicht zuletzt, weil der Name dieses Jahr bei uns Programm war: wir waren drei Wochen an der dänischen Nord- und Ostseeküste unterwegs. Und die Farben der Belle sind tatsächlich die Küstenfarben Dänemarks ... 
 

 Bei sehr durchwachsenem Sommerwetter gab es jede Menge Strickzeit und mit Nadelstärke 4 ging es auch wirklich flott voran. Die Anleitung ist gut verständlich und das Stricken durch die Streifen sehr kurzweilig. Ich habe die Streifenfrequenz ein bisschen abgeändert: von der Hauptfarbe immer 6 Runden und von den Kontrastfarben, weil ich da nur Reste hatte, jeweils 4 Runden.
 

 So war zum Ende der Ferien das Shirt fertig und ein schönes Urlaubsmitbringsel ;) 
Allerdings lag das Shirt dann erst mal eine Weile, weil mich die viiiielen Fäden echt abgeschreckt haben. 
 

Am Ende habe ich sage und schreibe 71! Fäden vernäht. Aber man sieht es tatsächlich kaum ...
 
 
 
 Von der Konstruktion her wird das Shirt top down gestrickt mit eingesetzten Ärmeln, ähnlich wie die Contigues-Methode. 
 

Von der Passform bin ich noch nicht so ganz überzeugt. 
Ich habe Gr. M gestrickt genau nach Anleitung. Die Länge wollte ich gern etwas gecroppt, damit ich das Shirt zu meinen weiten Leinenhosen tragen kann. Vielleicht mag ich es aber prinzipiell doch lieber etwas länger. Auch die Ärmellänge werde ich eventuell noch mal verändern. Auf jeden Fall trägt es sich bei den jetzigen kühleren Temperaturen sehr angenehm. Die Hose ist übrigens diese
 hier, eigentlich eine Probehose, die sich zum Sommerliebling gemausert hat.
 

Und weil Streifen immer gehen, habe ich mir vorm Urlaub auch noch zwei Streifenshirts genäht.
 

Beide wieder nach dem Schnitt "Faded Stripes" aus einer älteren Ottobre. Und beide jetzt mit ganz viel Dänemark-Vibes ;)
 

Ich hoffe, ihr hattet auch einen wunderbaren Sommer und freut euch nun auf den hoffentlich bunten Herbst und die vielen Inspirationen heute auf dem MeMadeMittwoch-Blog .

 
 

Mittwoch, 3. September 2025

MMM - Ganz unspektakulär ...

 
Bevor der Sommer sich verabschiedet, zeige ich euch noch mein liebstes Sommer-Outfit für dieses Jahr. Das ist eigentlich völlig unspektakulär, aber vielleicht ist das genau der Grund ...
 
Ich habe mir Ende Mai, glaube ich, bei der Leinen-Lodge Viskose-Leinen bestellt. Einmal in beige, einmal in dunkelbraun, und aus beiden wollte ich mir Hosen nähen. "Geschafft" habe ich nur eine Hose, aber das ist völlig in Ordnung. Der nächste Sommer kommt bestimmt ;) 
Und hier ist sie: meine neueste Pirkko Pants, ein Schnitt von rosa p.
 
 
 Diesen Schnitt mag ich total gern und habe ihn schon in (fast) jeder Variante genäht. Auch mit dieser Hose bin ich sehr zufrieden und habe sie schon wirklich oft getragen, auch an richtig heißen Sommertagen. Da fand ich sie sogar angenehmer als einen Rock ...
 

 Aber das kann auch am Stoff liegen, einer sehr leichten Leinen-Mischung, die trotzdem nicht labberig ist.
 Mehr gibt es zur Hose schon gar nicht zu sagen - das Nähen ist ein Kinderspiel, sie hat geräumige Taschen und einen bequemen Gummibund ... und das wird sicher nicht die letzte ihrer Art gewesen sein ;) 
 

 Das Shirt in dieser für mich ungewöhnlichen Farbe hat sich auch zu einem richtigen Lieblingsteil gemausert. Ich habe den Schnitt "Faded Stripes" aus der Ottobre genäht, der tatsächlich meinem geliebten Kimono-Tee den Rang abgelaufen hat. Dieser Schnitt sitzt über den Schultern bei mir einfach viel besser und der Ausschnitt gefällt mir auch sehr.
Der Viskosejersey war mal ein Geschenk und lag jetzt schon etliche Jahre im Schrank. Diese Farbe war so gar nichts für mich. Aber nun, wo sich meine roten Haare verabschiedet haben, mag ich sie überraschend gern an mir leiden.
 

Und so werde ich heute auf meiner Geburtstagsparty erscheinen und freue mich auf einen schönen Spätsommertag mit allen meinen Lieben.
 Morgen stöbere ich dann auf dem MeMadeMittwoch-Blog und bin gespannt, ob schon herbstliche Inspirationen zu finden sind oder ob noch die luftigen Sommer-Outfits dominieren.
Habt einen wunderschönen Start in den September!
 
 

Mittwoch, 1. Mai 2024

MMM - Green Nostalgia

 
Heute zum MeMadeMittwochMai-Feiertag kann ich ein komplettes Outfit zeigen! Ich habe gestrickt - wen wundert´s? - UND genäht!
 
 
Schon länger wollte ich mir noch eine Leinenhose für wärmere Temperaturen nähen. Ich habe wieder meinen bewährten Ottobre-Schnitt "Loose fit" verwendet und ihn aus einer Leinen-Viskose-Mischung genäht. Der Stoff trägt sich sehr angenehm, ist allerdings auch ziemlich dünn und ich fürchte, nicht sehr strapazierfähig. 
Ich hoffe trotzdem, dass die Hose mich durch einige Sommer begleiten wird ...
 

 Ganz neu in meinen Schrank eingezogen ist auch der Pulli. 
In meinem Stash lagen schon längere Zeit diverse Knäuel Drops Belle, ein Garn, dass ich perfekt für die Übergangszeit finde. Ich mag die Zusammensetzung aus Baumwolle, Leinen und Viskose total gern und wollte mir ein luftiges Shirt daraus stricken. Auf der Suche nach einer passenden Anleitung bin ich auf den Pulli "Blue Nostalgia" von Drops Design gestoßen. Ich habe noch nie nach einer Drops-Anleitung gestrickt. Ehrlich gesagt, finde ich die immer sehr umständlich und teilweise kryptisch. Aber dieser Pulli gefiel mir so gut, dass ich das Abenteuer gewagt habe. Er wird zwar laut Anleitung aus einem anderen Garn gestrickt, aber meine Maschenprobe passte. Ich habe mit Nadelstärke 4 die zweite Größe  gestrickt und es war gar nicht so schwierig wie ich angenommen hatte ;)
 

 Der Pulli wird ohne verkürzte Reihen am Ausschnitt begonnen und das Lace-Muster kann man leicht nach Chart stricken, wenn man das System einmal durchschaut hat. Nach der Abteilung der Ärmel habe ich selber noch ein paar verkürzte Reihen am Körper hinzugefügt, damit der Ausschnitt hinten etwas höher kommt. Diese verkürzten Reihen sehen nun ein bisschen aus wie ein Brustabnäher. Dass man sie so deutlich erkennen kann, liegt sicher auch an der Garn-Art, aber das stört mich nicht. Die Raglan-Schräge ist relativ lang und eigentlich mag ich das. Trotzdem würde ich sie beim nächsten Mal etwas kürzen, dann säße der "Abnäher" auch weiter oben und die Passform wäre optimaler. So genau fällt das aber in Bewegung gar nicht auf.


Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Shirt. Es ist zwar nicht "Blue" sondern "Green", aber die Ärmel im Lace-Muster sind mal eine Abwechslung zu den gemusterten Rundpassen oder glatt rechts und haben wirklich Spaß gemacht beim Stricken. Und da ich nun die Herausforderung "Drops-Anleitung" erfolgreich gemeistert habe, stehen mir damit ja fast unbegrenzte Möglichkeiten offen. Ich hätte auch noch das ein oder andere Knäuel Drops Belle da ;)
 
Heute ist nicht nur MeMadeMittwoch sondern auch der Start in den MeMadeMay und ich freue mich schon sehr auf jede Menge Inspiration!


 

Mittwoch, 3. Mai 2023

MMM mit Eliza

 Neulich hatte ich einen freien Tag, ganz ohne Termine und mit viiel Zeit für mich. 
Perfekt, um die schon in die Jahre gekommene Walkjacke durch ein neues Modell zu ersetzen. In der Übergangszeit finde ich Walk einfach ideal und noch ist (leider) kein Sommer in Sicht ...



Für die neue Jacke habe ich mir einen leichteren Walkstoff gekauft als bei meiner ersten Jacke. Eigentlich wollte ich den gleichen Schnitt noch einmal nähen, aber dann fiel mir die Anleitung von der Jacke "Eliza" von freuleins in die Hände. Das ist ein wirklich unkomplizierter, sehr variabler Jackenschnitt! 
 

Für meine Jacke habe ich die Kurzversion ohne Kapuze gewählt und dann ein bisschen verlängert. So gefällt es mir gut. 
Für die kurze Jacke sind eigentlich im Schnitt Paspeltaschen vorgesehen, aber die fand ich für mich zu klein. Ich brauche Taschen nicht nur zur Deko, sondern für den Autoschlüssel oder Taschentuch oder Kleingeld ... Also habe ich die Taschen für die Mantelversion ein bisschen verkleinert und aufgesetzt. Zur Not passen jetzt sogar meine Hände rein :)


Den Beleg habe ich etwas schmaler genäht und um einen Saumstreifen ergänzt. Der Walkstoff vom Beleg ist ein Rest und reichte ganz genau.
Am meisten begeistern mich aber die Knopflöcher. Ich habe zum ersten Mal den Sensor-Fuß meiner Nähmaschine benutzt und bin einfach sprachlos, wie leicht und unkompliziert sich damit Knopflöcher nähen lassen! Wenn ich das mal eher ausprobiert hätte ...
Die Knöpfe habe ich mal auf einem Stoffmarkt gefunden - ich würde sagen: perfect match!


Mit meiner neuen Jacke bin ich mega glücklich, daran werde ich bestimmt lange Freude haben. Und ich kann auch noch ein bisschen reinwachsen - statt Gr. M hätte ich auch Gr. S nähen können.
 

Das Shirt ist übrigens auch neu. Aus einem Rest Viskose-Jersey habe ich mir mal wieder den Schnitt Autumn Mood aus der Ottobre 5/13 genäht. 


Ich freue mich, dass mein Näh-Mojo wieder zurück ist! 
Und ich freue mich auf die vielen Inspirationen heute beim MeMadeMittwoch!
 
 

Mittwoch, 2. März 2022

MMM mit einem Abenteuer

Obwohl ich eigentlich für´s neue Jahr keine Vorsätze fasse, war doch in diesem Jahr klar, dass ich mich endlich an Colourwork-Stricken wagen wollte. Ich finde diese Strickstücke so unglaublich schön und bewundere jeden, der so etwas fertig bringt ... Meine Versuche in dieser Richtung beschränkten sich auf zwei Paar Socken und waren nicht wirklich von Erfolg gekrönt.
Dann sah ich auf Ravelry die wunderschönen Anleitungen von Jennifer Steingass und konnte nicht widerstehen.
Allerdings wusste ich: wenn Colourwork, dann nur als Jacke und dann auch gleich mit Steek. Also schaute ich mir die Anleitungen unter dem Gesichtspunkt an, dass es möglich sein sollte, in der Mitte des Vorderteils das Muster mit einem Steek zu unterbrechen. Meine Wahl fiel auf den "Alden-Sweater", gestrickt aus Drops Flora in braun und natur. Beim letzten MMM habe ich euch den Beginn schon mal gezeigt:
 
 
Erstaunlicherweise machte mir das Musterstricken wirklich Spaß, allerdings habe ich auch die meiste Zeit sehr unkonventionell gestrickt und jede Farbe einzeln auf die Hand genommen. Das dauerte natürlich wesentlich länger, aber so hatte ich die Fadenspannung ganz gut im Griff ;)
Gegen Ende der Musterpasse traute ich mir dann auch das zweifädige Stricken zu. Aber obwohl ich wirklich sehr auf die Fadenspannung geachtet habe, war sie am Ende doch etwas zu straff. Da macht einfach Übung den Meister ...
Für den Steek habe ich in der Mitte des Vorderteils das Muster unterbrochen und 5 Extramaschen gestrickt. Ach ja, und alles mit Nadelstärke 4 und in Größe 3.
Für den gesamten Cardigan habe ich trotz Unterbrechungen durch andere Strickstücke nur erstaunliche 1,5 Monate gebraucht. Dann begann das Abenteuer Steeken.
Zuerst habe ich die beiden Maschen rechts und links von der Mittelmasche abgehäkelt, um sie zu sichern.


Weil ich dem Frieden nicht recht traute, nähte ich auch noch mit der Nähmaschine und einer ganz kleinen Stich-Einstellung darüber.
 

 Zum Aufschneiden habe ich mir dann allerdings seelische und moralische und könnerische Unterstützung durch meine Strickfreundin gesucht, die eine Meisterin im Colourwork ist. Hilfe, war das aufregend! 
 

 Tatsächlich hat meine Maschen-Sicherung gehalten und nichts hat sich geribbelt. Puh ...
Als Knopfleiste wollte ich ein "Sandwich-Bündchen" stricken, also ein doppeltes Bündchen quasi, damit die Schnittkante darin verschwindet. Dazu wurden auf beiden Seiten jeweils auf der inneren und äußeren Seite der Jacke die Maschen für die Knopfleiste aufgenommen und mit je 4 Reihen im Bündchenmuster gestrickt.
 

 Danach habe ich die beiden "halben" Bündchen zusammengestrickt und dann die restliche Knopfleiste normal weiter bis auf meine gewünschte Länge gestrickt. 
 

 Die fertige Jacke habe ich schön lange baden lassen in der Hoffnung, dass die festen Spannfäden noch ein bisschen nachgeben. Leider haben sie mir den Gefallen nicht wirklich getan, aber ich finde das Ergebnis trotzdem tragbar. Beim Arme heben muss ich eben ein bisschen vorsichtig machen ;)
 

 Mit der Passform bin ich sonst sehr zufrieden, die Rundpasse ist mir nicht zu lang und die Ärmel schön bequem. 
 
 
Die Holzknöpfe sind schon eine ganze Weile in meinem Vorrat, die habe ich vor Jahren mal von alten Stoffvorhängen abgeschnitten :)
Und der Vollständigkeit halber: das Shirt ist auch recht neu. Das habe ich mir aus Modaljersey nach dem Schnitt "Fogg" aus der Ottobre 2/16 genäht. Beim nächsten werde ich den Ausschnitt etwas vergrößern, aber sonst gefällt mir der Schnitt sehr gut.

Der nächste Strickpulli, diesmal schon ein bisschen frühlingshafter, ist bereits auf den Nadeln. Das Stricken beruhigt mich in dieser Zeit einfach ...

Und auch wenn es dieser Tage viel Wichtigeres als selbstgemachte Kleidung gibt, so freue ich mich doch über dieses kleine Stückchen Normalität auf dem MMM-Blog. Vielen Dank dafür!

 


Dienstag, 28. Dezember 2021

Weihnachtskleid

Auch wenn die Weihnachtsfeiertage schon vorüber sind, befinden wir uns ja immer noch in der Weihnachtszeit - und ich mich in den Weihnachtsferien -  deshalb ist es zum Glück noch nicht zu spät, mein Weihnachtskleid beim Finale des WKSA auf dem MMM - Blog zu zeigen.
 

 Das Kleid war wirklich schnell genäht, aber das Licht zum Fotos machen fehlte - und kam bis Weihnachten nicht mehr vorbei. Deshalb gibt es auch dieses Mal leider wieder keine guten Bilder ...
 
 
Aber das Kleid, das mag ich wirklich sehr. Es ist super bequem, super kuschelig und super knitterfrei :) , allerdings gewinnt es keinesfalls den Preis für das aufwändigste und schickste Kleid. Muss es aber auch nicht, für die Tage zwischen den Jahren, in denen ich mich traditionell in meine Höhle zurück ziehe, ist es perfekt.
 
 Ich habe das Kleid "Rosy Dreams" aus der Ottobre 5/18 aus Jacquard-Jersey von der Traumbeere genäht. Leider kann man das schöne Fischgradmuster gar nicht erkennen. Ich hätte diesen Stoff auch noch in Grün/Türkis zur Wahl gehabt, aber diese warmen Rot/Orange-Töne haben es mir gerade sehr angetan. 
Den Halsausschnitt habe ich übrigens mit Bündchenstoff eingefasst und er ist trotzdem noch recht weit. Eigentlich mag ich das ganz gern und für den Fall, dass ich friere, kann ich diverse Tücher und Loops dazu tragen. Zum Beispiel den "Wolkig"-Loop aus handgesponnener Wolle ...
 

 ... oder mein großes Häkeltuch, ein Geschenk, welches eine Freundin aus der weichsten Wolle überhaupt gehäkelt hat:
 
 
Wegen der Länge überlege ich noch, ob ich das Kleid so lasse oder noch etwas kürze. Generell mag ich diese Midi-Länge gern, aber durch die Egshape-Form würden ein paar Zentimeter kürzer vielleicht auch nicht schlecht aussehen. Darüber denke ich noch ein bisschen nach ...

 Vielen Dank an die Organisatorinnen des WKSA! Es hat mir viel Spaß gemacht, gemeinsam zu nähen und durch die ganzen Beiträge zu stöbern.
 
Nun wünsche ich euch noch eine gemütliche restliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr!
Bleibt gesund!
 

 

Sonntag, 12. Dezember 2021

WKSA - Part 2

 

Heute wird auf dem MMM-Blog nach dem Zwischenstand beim Weihnachtskleider-Nähen gefragt. 
Und tatsächlich, ich habe einen Zwischenstand! Das verwundert mich gerade selber ein bisschen ...
 
Ich habe ja sehr motiviert begonnen und Stoffe und Schnitte ausgesucht und geplant. Dann wurden meine Arbeitstage immer arbeitsintensiver und kräftezehrender und ich wollte zur Entspannung einfach nur auf der Couch sitzen und vor mich hin stricken. Nähen war mir viel zu anstrengend ... 
Aber immer, wenn ich mal aus Versehen in mein Nähzimmer kam, schaute mich der Stoffstapel vorwurfsvoll an. 
Ich habe mir dann überlegt, was ich von meinen WKSA-Plänen wirklich wirklich gern haben möchte und mich dann entschieden, Rock und Bluse ins neue Jahr zu verschieben und mir "nur" ein gemütliches Kleid zu nähen. Ich werde Weihnachten sicherlich sowieso viel mit den Babys auf dem Boden zubringen, da muss es bequem sein, nicht schick.
 
So, und nun kommt also mein Zwischenstand beim Kleid:
 
(Die Lichtverhältnisse sind gruselig - heute wurde es gar nicht hell. Entschuldigt also bitte die schlechte Foto-Qualität!)
 
 Ich nähe aus dem Fischgrät-Jacquart von Traumbeere das Kleid "Rosy Dreams" aus der Ottobre 5/18.
Ich habe das Kleid ordentlich verlängert, weil ich kein Bündchen unten annähen sondern den Saum einfach umschlagen möchte. Und ich habe die normalen Ärmel gewählt. Solche weiten Statement-Ärmel gefallen mir an mir einfach nicht und der Stoff wäre sowieso zu fest dafür gewesen. 
 

Trotzdem haben meine Ärmel eine Teilungsnaht - der Stoff hat einfach nicht gereicht und ich musste ziemlich stückeln. Raglanschnitte brauchen einfach mehr Stoff ...
 
Nach dem Schließen der Seitennähte bin ich mal in das Kleid geschlüpft - es passt wunderbar. Allerdings hat mich der weite Ausschnitt ein bisschen erschreckt. Gut, da kommt noch ein Bündchen dran, aber eigentlich wollte ich dafür einen Streifen von dem Jersey verwenden, den ich auch für die Taschen vernäht habe. Der passt farblich wunderbar, ist aber natürlich nicht so dehnbar wie ein echter Bündchenstoff. Nun bin ich am Überlegen, ob ich den Versuch mit apricot wage oder gleich das orange Bündchen annähe?
Dann hätte ich zumindest die Garantie, dass der Ausschnitt nicht ganz so riesig bleibt. 
Auf dem folgenden Foto sind die Farben übrigens original getroffen:


Richtig gut gelungen sind mir dafür die Nahttaschen. Da freue ich mich gerade total drüber :)
 

 Kaum sichtbar, oder?
 
Nun muss ich also nur noch säumen und das Halsbündchen annähen, das sollte doch bis zum Finale am 4. Advent zu schaffen sein! Und ich kann immer noch gemütlich an den Socken für´s Patenkind, den Strickhosen für die Babys und dem Schlingelshawl für mich weiterstricken ... 
Diese Anleitung ist übrigens eine echte Empfehlung von mir! Sie strickt sich sehr unterhaltsam und das Muster ist total eingängig - und es wird ein richtiger Flauschtraum. Ich verstricke ein selbstgefärbtes Merino/Seide-Garn zusammen mit Brushed Alpaca Silk von Drops. Eigentlich ist für die Zwischenrunden ein Mohair-Garn vorgesehen. Das habe ich auch versucht, aber ich mag es weder verstricken noch tragen - mich krabbelt es einfach unwahrscheinlich.
Dieses Brushed Alpaca ist für mich die perfekte Alternative ...


Nun bin ich auf die anderen Weihnachtskleider-Zwischenstände auf dem MMM-Blog gespannt und ob wohl die eine oder andere schon fertig ist?

Ich wünsche euch eine schöne dritte Adventswoche!
 
 

Montag, 22. November 2021

WKSA Teil 1: Weihnachtskleid? Weihnachtskleid!

 Es geht wieder los, die gemeinsame Weihnachts-Näherei! Schön, dass das Team vom MeMadeMittwoch-Blog diesen Sewalong wieder organisiert, vielen Dank dafür!
Ich hatte ja, ehrlich gesagt, schon darauf gehofft ;)
Denn: ich bin vorbereitet, jedenfalls halbwegs. Ich weiß, dass ich Schnitte aus meinen Ottobres nähen möchte und ich habe auch schon Stoffe dafür:
 

 Von oben nach unten: Baumwollpopeline von C.Pauli, Strickjersey "Bene" und 1,5m Feincord.
Fest steht, dass ich aus dem Feincord einen Rock nähen werde und zwar diesen hier:
 

Vor etlichen Jahren habe ich mir schon mal einen Rock nach diesem Schnitt genäht, den ich kaum getragen habe. Das lag aber nicht an der Passform, sondern am Stoff. Vom Sitz des Rockes war ich damals sehr angetan - und er hat Taschen!!
 Aus dem Strickjersey möchte ich mir einen Pulli nähen, noch ohne konkrete Schnittvorstellung. Und die Popeline wird in jedem Fall ein Blusenshirt, aber evt. nicht mehr bis Weihnachten, denn da gibt es noch ein paar Stoffe, die ich vernähen möchte:
 

 Das sind alles Baumwoll-Strick-Jacquards und ich hätte zu gern für die Weihnachtstage noch ein gemütliches Couch-Kleid. Da kämen diese Schnitte in die engere Wahl:


Hier finde ich die Taschenlösung echt schön. Ich würde allerdings das Saumbündchen weglassen und das Shirt ordentlich verlängern.


Bei diesem Schnitt würde ich die "normale" Ärmelvariante nähen und müsste noch Taschen einfügen. Aber ich mag ja Raglanschnitte total gern ...
Dann kommt noch dieser Schnitt in die engere Auswahl:


Danach habe ich schon mal ein Kleid genäht, dass ich sehr gern getragen habe. Ich weiß aber noch, dass das Einnähen der Taschen eine ziemliche Fummelei war - und dass ich in der Weite einiges rausnehmen musste, damit es kein Sack wurde. Nach meinen Ändereien war es aber ein echt gemütliches Kleid.

So weit bin ich also bisher in meinen Überlegungen gekommen. In zwei Wochen zum 2. Treffen habe ich mich hoffentlich entschieden- oder bin komplett umgeschwenkt, nachdem ich auf dem MMM-Blog sicherlich wieder jede Menge Inspirationen bekommen habe. 
Ich bin gespannt, wer noch alles dabei ist und freue mich auf das gemeinsame Nähen!

Mittwoch, 3. November 2021

MMM - Herbstkleid

 Wenn die Herbst/Winter-Saison beginnt, räume ich meinen Kleiderschrank um. Die Sommersachen ziehen aus, die Wintersachen ziehen ein. Die Übergangssachen dürfen das ganze Jahr über bleiben ;)
Bei der diesjährigen Räum-Aktion nun habe ich etliches aussortiert. Dabei waren auch einige Kleider, die ich zwar sehr schön fand, die mir aber von Anfang an nicht richtig gepasst haben. Daraus wird nun Babykleidung und für mich nähe ich einfach ein paar neue. Dafür möchte ich auch mal neue Schnitte ausprobieren, vorzugsweise aber welche, die ich schon habe ...
 

Den Anfang macht heute das Kleid "Lozenge" aus der Ottobre Woman 5/18. Den Schnitt fand ich schon beim Erscheinen der Zeitschrift schön und nun habe ich ihn endlich in Angriff genommen. Das Oberteil des Kleides hat eine Wickeloptik, aber der dadurch entstehende Ausschnitt ist sehr moderat, das gefällt mir gut. Ich habe am Ausschnitt nichts verkleinert, allerdings ein schmales Bündchen gedehnt angenäht. Damit habe ich ihn vielleicht noch ein bisschen "zusammengezogen".


 Der Stoff ist ein gut abgelagerter Baumwolljersey, der ursprünglich tatsächlich auch ein Kleid werden sollte. Das hat er jetzt ja auch endlich geschafft ... 
Beim ersten Anhalten fand ich die Kleiderlänge für mich zu kurz, deshalb habe ich das Rockteil mit einem breiten Streifen der linken Stoffseite verlängert. Am Ende stellte sich heraus, dass das gar nicht nötig gewesen wäre, aber ich mag den Effekt jetzt sehr gerne. Und die Länge mag ich auch.
Außerdem habe ich Nahttaschen eingefügt, denn: ein Kleid ohne Taschen, geht das?? Allerdings habe ich mich auch da, bedingt durch die Annahme, der Rockteil säße höher, auch in der Höhe der Tascheneingriffe verschätzt. Die sitzen jetzt wirklich sehr viel zu niedrig. Und ich habe es natürlich erst gemerkt, als das Kleid fertig zusammen genäht war ...
Ich habe eine ganz Weile gehadert und war kurz davor, den kompletten Rockteil zu trennen und die Taschen höher zu setzen. Dann hat mein Pragmatismus über den Perfektionismus gesiegt, denn um ein Taschentuch zu verstauen, ist das völlig in Ordnung. Ich werde selten mit beiden Händen in den Taschen in der Gegend herumstehen ;)
Was ich aber gemacht habe: ich habe die Taschenbeutel am Rockteil fixiert. Und man sieht es gar nicht, weil die weißen Stiche durch die weißen Striche auf dem Stoff überhaupt nicht auffallen.


Auf dem Foto schlägt das Rückenteil komische Falten, aber das liegt wohl daran, dass ich mich ein bisschen verdrehe, damit man den Tascheneingriff erkennen kann - oder eben auch nicht. Ich bin ganz glücklich darüber, dass er fast unsichtbar in der Seitennaht verschwindet!


Damit ich auch bei kühleren Temperaturen schön warm bleibe, habe ich zum Kleid Armstulpen aus Alpaka kombiniert und mein "Hamburg calling"-Tuch. Das trage ich eigentlich viel zu selten, dabei mag ich die Form und das Garn - Drops Cotton Merino - total gern. Und die Wollsocken passen auch noch dazu ;) 
(Ich habe auf die Schnelle für die Fotos meine Stiefel einfach nicht gefunden ...)

Das nächste Kleid ist schon in Planung, wieder ein Ottobre-Schnitt und dieses Mal was zum Einkuscheln. Ach, Herbst ist doch schön!
 

Noch viel mehr herbstliche Kleidungs-Inspirationen gibt es wie immer jeden ersten Mittwoch im Monat auf dem MMM-Blog.


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