Sonntag, 22. November 2020

Ein Weihnachtskleid?

 

Am letzten Wochenende startete der alljährliche Weihnachtskleid-Sewalong auf dem MMM-Blog. Ich habe die einzelnen Beiträge sehr interessiert gelesen, aber für mich stand fest, dass ich in diesem Jahr nicht dabei sein werde. Mir fehlten Motivation und Notwendigkeit, auch wenn ich dieses virtuelle Nähkränzchen immer sehr schön fand.
Dann bekam ich vergangenen Dienstag eine große Kiste mit Stoffen geschenkt. Eigentlich sollten nur Futterstoffe darin sein, aber dann fanden sich auch echte Schätze darin. Die Brennproben zeigten, dass ziemlich viele der Stoffe erst mal kein Poly sind, auch wenn ich die Zusammensetzung nicht kenne.
Und plötzlich waren sie da, die Motivation und die Notwendigkeit: in meinem Stoffschrank ist einfach kein Platz für noch mehr Stoff ;)
Drei Stoffe kamen in die engere Auswahl:
links ein grob gewebter, leicht glänzender Stoff - ich schätze, Leinen mit Viskose,
Mitte ein dünnerer Baumwollstoff
rechts ein Webstoff mit Struktur und einem schönen "Drape", wahrscheinlich auch ein Leinen-Viskose-Mix.

 
Ich habe mich jetzt für den tannengrünen Stoff entschieden, davon ist so viel da, dass ich nicht nur ein Weihnachtskleid, sondern sogar zwei nähen könnte ... Und in Verbindung mit meinem roten Kisay-Cardigan passe ich perfekt unter den Baum - perfekt getarnt nämlich ;)
 
Ich hätte gern ein ärmelloses Kleid, also eher eine Art Kleiderrock, unter dem ich verschiedene Langarmshirts tragen kann. Und: ich möchte keinen neuen Schnitt kaufen, ich habe wirklich genug ...
Nach gründlicher Durchsicht dieser habe ich jetzt zwei Schnitte zur Auswahl:
das Kleid Ida aus dem "rosa p. Kleiderschrank"-Buch:
 

 und das Kleid Laima aus dem Buch "Leinenlooks":


Meine Schwierigkeit besteht jetzt darin, mich zu entscheiden ...
Hat schon jemand einen der Schnitte genäht und einen Tipp für mich? 
Ich denke, beide Schnitte sind relativ einfach zu nähen, haben Taschen und dankenswerter Weise keinen Verschluss, also sollte das Nähen trotz der Fertigstellung diverser Weihnachtswünsche kein Problem sein.

Die Pläne der anderen WKSA-Teilnehmerinnen könnt ihr hier
nachlesen und die Fortschritte werden ab heute hier
gesammelt.
 
Ich wünsche euch einen schönen Sonntag! 
 
 
 

Mittwoch, 4. November 2020

MMM - Hoffnungsgrün

 Im März, gleich zu Beginn des ersten Lockdown, färbte ich Wolle für´s Gemüt. Gleich 400g Merino-Seide, aber nicht wie sonst mit Ashford-Farben, sondern mit Säurefarben von Dharma. Ich hätte gern ein schönes warmes Hoffnungsgrün gehabt, heraus kam ein knalliges Neongrün. Ich war ziemlich enttäuscht. Es half auch kein Schönreden, die Farbe knallte wirklich richtig extrem. 
Nach ein paar Tagen startetet ich einen Rettungsversuch - mit Dunkelgrün und Schwarz habe ich das Garn überfärbt. Das Neongrün war zwar sehr dominant, aber ich konnte es doch ein bisschen abmildern und abdunkeln. Puh! Es wäre wirklich zu schade um  die Wolle gewesen ...
Und dann habe ich sie verstrickt - zu einem Amrum-Sweater
 
 
So ganz genau kam meine Maschenprobe nicht hin, also habe ich den Pulli eine Größe größer gestrickt. Die Raglan-Schräge habe ich auch ziemlich verlängert, weil ich gern einen lockeren Überziehpulli haben wollte. 
 
 
Das Stricken war Entspannung pur, gerade in dieser sonderbaren Zeit. Durch das Muster wird es nie langweilig und die Motivation bleibt hoch. Einzig die Ärmel zogen sich dann, vor allem der zweite ... Kennt ihr das auch?
 

 Rechtzeitig zum Start in den Mai habe ich meinen maigrünen Pulli dann abgekettet. Und erst mal in den Schrank geräumt. Das Wetter wurde sommerlich, die aktuelle Situation entspannte sich - einen langärmligen, wolligen, hoffnungsgrünen Pulli brauchte ich nicht.
Dafür ist jetzt die richtige Zeit gekommen, ihn wieder heraus zu holen. Und ich freu mich sehr über ihn - die Farbe macht gute Laune und er trägt sich genau wie erhofft: locker, luftig und leicht. Vielleicht kehren ja auch irgendwann wieder solche Zeiten zurück?


Verbraucht habe ich übrigens nur knapp 300g meines Garns (Lauflänge 400m/100g). Vom Rest stricke ich jetzt noch ein hoffnungsgrünes Jäckchen als Willkommensgeschenk für ein kleines Menschlein.

Ich freue mich schon sehr darauf, heute wieder auf dem MMM-Blog
zu stöbern und viel Schönes und Selbstgemachtes an der Frau zu entdecken! 

Hoffnungsvolle Grüße
von Doro
 

Mittwoch, 7. Oktober 2020

MMM - Leinenliebe

 In diesem Jahr habe ich meine Liebe zu Leinen entdeckt.
Zwar habe ich auch schon vorher Leinen vernäht, aber so richtig in diese Stoffart verliebt habe ich mich erst jetzt.
 

Wahrscheinlich liegt es auch zu einem nicht unerheblichen Teil an dem wunderschönen Leinen von Merchant and Mills, den ich bei Sabrina von "Schöner Stil" gekauft habe. Mein Plan war ein Sommerkleid und eine Leinenbluse - und so ging ich im www auf die Suche nach DEM Schnitt. 
Dabei stolperte ich immer wieder über das Wiksten Shift Dress. Dieser Schnitt schien mir perfekt, genau so hatte ich mir Kleid und Bluse vorgestellt. 
 Ich weiß nicht, wie oft ich den Schnitt dann schon im Warenkorb hatte ... am Ende habe ich immer wieder gezögert. Der Schnitt ist nicht ganz preiswert und eigentlich sehr simpel und ähnelt besonders als Tunika-Version einem meiner Lieblingsschnitte, "FrauAiko" von StudioSchnittreif. 
Einen neuen Schnitt zu kaufen, reizt mich immer noch sehr, aber ehrlich, ich brauche ihn nicht. Deshalb war ich auch standhaft ;)
 

Ein Sommerkleid aus dem ersten Leinenstoff habe ich schon aus einer "gehackten" FrauAiko genäht (aber noch nicht verbloggt ...) und jetzt für den Herbst wurde aus dem zweiten Leinen meine Wunsch-Tunika. 
 
 
Dafür habe ich den Schnitt einfach etwas verlängert und, statt den Ausschnitt nur umzuklappen, mit Belegen versäubert. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich großer Fan von Belegverarbeitung bin?
 

Weiter ist zu dem Schnitt und meiner Leinenliebe eigentlich nichts mehr zu erzählen - es ist einfach ein simples Kleidungsstück, dass aber gerade dadurch gut zu mir und meinem Leben passt.
Ach ja, und mein All-time-favorite-Cardigan aus dem Jahr 2015 passt auch hier perfekt drüber.
Dieser Strickmantel aus der Ottobre 5/15 wärmt mich nun schon das fünfte Jahr und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Ist das langweilig?


Ich bin ehrlich überrascht, wie angenehm sich Leinen auch bei kühleren Temperaturen trägt. Bisher hatte ich diese Stoffart immer nur für Sommerkleidung auf dem Schirm. Das könnte sich jetzt ändern ...
 
Auf dem MMM-Blog 
kann man heute sicherlich wieder viele tolle selbstgemachte Kleidung bewundern und ich freue mich schon auf´s Stöbern!

Herbstliche Grüße von
Doro

Sonntag, 13. September 2020

Ein Näh-Krimi


Der große Sohn ist, was seine Kleidung betrifft, sehr anspruchsvoll. Nicht, was Marken oder Label angeht, sondern aus Gründen der Nachhaltigkeit, des Umweltbewusstseins und wegen fairer Arbeitsbedingungen. Deshalb besitzt er auch nicht viel, aber das, was er hat, trägt er in Dauerschleife. 
Für den letzten Herbst mussten nun allerdings wirklich neue wärmere Oberteile her. Und ich hab mich gefreut, als er mich gefragt hat, ob ich sie für ihn nähe. Allerdings wusste ich auch noch nichts von dem Näh-Krimi, der mich deshalb erwartete ...
 


Die Stoffe sind ältere Hamburger Liebe-Designs von Albstoffe, die Schnitte Max und Tom von pattydoo schon öfter genäht und für ihn angepasst. Und trotzdem wäre ich an dem obigen Shirt fast verzweifelt:
Bis auf das Halsbündchen war alles fertig genäht, da befand der Sohn, dass das Shirt lieber etwas kürzer sein sollte. Gestutzt, abgemessen, abgeschnitten, Bund abgetrennt und wieder angenäht, angezogen - natürlich viel zu kurz ( das hatte ich von vornherein vermutet ...). Krise!
Zum Glück hatte ich noch ein fast genau passendes Reststück, damit habe ich die Länge wieder gerettet. Den Bundstreifen konnte ich auch noch mal neu zuschneiden - und nun endlich passte es von der Länge wieder - und war genau so lang wie ursprünglich ...


Blieb noch das Halsbündchen. Aber weil die Schnitte beides T-Shirt-Schnitte sind, war der Ausschnitt etwas weiter. Und so ein Sommersweat ist natürlich auch ein bisschen fester als Jersey. So kam es, dass trotz Bündchenstreifen der Ausschnitt immer noch zu weit war. Und nicht nur ein bisschen. Also wieder trennen und mit viiiile Kraft dehnen und neu annähen. 
Ich muss nichts mehr schreiben, oder? Dass die aufzutrennenden Nähte alles Overlook-Nähte waren, muss ich sicher nicht extra erwähnen ...
Für das zweite Shirt habe ich also noch mal genau Maß genommen und dann tatsächlich in einem Rutsch genäht. Und es passte - puh!


Die Shirts wurden schon gern und viel getragen und sind wirkliche Lieblingsstücke geworden. Also hat sich die ganze Arbeit doch gelohnt ;)






Mittwoch, 2. September 2020

MMM - Flooradress


Seit gestern ist es offiziell: der Herbst ist da. Zumindest meteorologisch gesehen. Und wettertechnisch auch - gestern Abend haben wir die Heizung angestellt! 
Ein bisschen wehmütig bin ich ja jedes Jahr, wenn der Sommer sich verabschiedet, aber nichts desto Trotz mag ich den Herbst sehr gern mit seinen kräftigen Farben, seinem sanften Licht und seinem typischen Geruch. Und kleidungstechnisch mag ich den Herbst auch - ich bin ein Zwiebelmensch ;)
Nur mit dem Nähen, da bin ich gerade noch nicht im Herbst angekommen. Auf meinem Nähtisch liegt ein halb fertiges Leinenkleid und eine FrauJosy wartet schon länger zugeschnitten darauf, endlich genäht zu werden. Aber jetzt hab ich irgendwie keine Lust mehr auf Sommersachen ...
Deshalb zeige ich euch heute zwei Shirts, die ich mir letztes Jahr zum Herbstbeginn genäht habe und wirklich sehr mag.


Der Schnitt ist das "Flooradress" von Rosa P., variabel zu nähen als Kleid oder als Shirt mit oder ohne Rüsche. Für meine erste Version habe ich den Schnitt als Shirt ohne Änderungen genäht, aus einem sehr sehr flutschigen Stoff, gekauft im Sanetta-Outlet, allerdings ohne Angabe der Zusammensetzung. Ich vermute, da ist viel Kunst drin ;), aber er fällt für diesen Schnitt ideal.


Der Ausschnitt wird mit einem Beleg verarbeitet. Das mag ich total gern. Allerdings war die Belegverarbeitung hier nichts für schwache Nerven, der Stoff ließ sich nicht bügeln (Kunst halt ...) und verzog sich lustig in alle Richtungen. Beim Absteppen dann gab es als Bonus noch schicke Falten, die einfach nicht wegzubekommen waren, so oft ich auch trennte und neu steppte - etwa 4x. Dann hatte ich keine Lust mehr.
Und ehrlich, jetzt, nach einem Jahr, fällt mir das gar nicht mehr auf (und andern wahrscheinlich noch weniger ...)


Die zweite Version habe ich aus zwei Viskosejersey-Resten zusammen gepuzzelt. So eine ähnlich Stoffkombi hatte ich mal im Netz entdeckt und seit dem geisterte so ein Shirt durch meinen Kopf.


 Die Rüsche beginnt bei diesem Shirt weiter oben und ist auch nicht so stark eingekräuselt wie beim Original, aber das ist einfach der jeweils (nicht) vorhandenen Stoffmenge geschuldet.


Hier habe ich übrigens den Ausschnitt statt mit Beleg mit einem schmalen Bündchen versäubert.


 Ich mag das Shirt total gern, es trägt sich super bequem, ist völlig fleckunempfindlich und für den Zwiebellook ideal.
Und der Kisay-Cardigan vom letzten Post passt auch gut darüber :) Das müsst ihr mir jetzt glauben, für Fotos war es die letzten Tage einfach viel zu dunkel ...

Nun bin ich sehr gespannt, ob es heute beim MeMadeMittwoch noch viele Sommerkleider oder schon die ersten Herbstoutfits zu sehen gibt!

Liebe Grüße von
Doro




Mittwoch, 5. August 2020

MMM - Manchmal kommt es anders ...

Ich liebe Strickjacken. Ich trage sie gerne, ich stricke sie gerne und ich hätte gern in jeder Farbe mindestens eine.
Rot fehlte auch noch in meiner "Sammlung". Nun ist Rot nicht die Farbe, die meine Garderobe dominiert, und ich bin mir auch immer unsicher, ob sie mit meiner Haarfarbe kompartibel ist, aber so ein schönes warmes, dunkles Rot als Jacke stellte ich mir doch schön vor. Also habe ich 500g Merino gefärbt.
Zum Glück hatte ich vor diesem Rot etwas Respekt und habe zur "Dämpfung" noch gut Schwarz mit in den Topf geschüttet. Das hat die Wolle gerettet und sie vor dem Schicksal als Feuerwehr-Schal bewahrt ;)
Mein Plan war, eine ganz schlichte Jacke zu stricken, gern kraus rechts und ohne Nachdenken. Aber dann fiel mir die Anleitung zum "Kisay-Cardigan" von Rosa P. in die Hände.


Allerdings war mein Garn wesentlich dünner als das in der Anleitung empfohlene und ich musste erst die ganzen Angaben umrechnen. Dann aber strickte sich diese Jacke herrlich entspannt. Der Clou ist, dass sowohl Rückenteil als auch die Vorderteile zur Hälfte aus rechten und zur Hälfte aus linken Maschen bestehen. Das bedeutet auch, man erspart sich die endlosen langen glatt linken Rückreihen, ein echter Vorteil dieser Anleitung!


An sich wäre die Jacke schnell gestrickt gewesen, aber dann kamen Geburtstaggeschenke und Socken dazwischen und am Ende noch eine Knochenhautentzündung im Ellenbogen, mit der an Stricken ganze zwei Wochen nicht zu denken war.
Aber nun ist die Jacke fertig und genau so geworden, wie ich sie mir vorgestellt habe.


Rot lässt sich einfach schlecht fotografieren. Es ist ein warmer, dunkler, schwarz melierter Rotton und gefällt mir überraschend gut an mir.


Auch im Frühling schon hatte ich diesen Jersey bei Stoff&Stil gekauft, mit dem Plan, ein Shirt daraus zu nähen. Aber manchmal kommt es anders, das Shirt bekommt einen Rock und zack - ist es ein Kleid ;)
Hier habe ich verschiedene Schnitte gemixt: Das Oberteil ist das Carmen-Oberteil aus dem Buch "Näh dir dein Kleid", das Rockteil im Ursprung vom Kleid aus dem Buch "Ein Schnitt, vier Styles". Dazwischen habe ich ein Taillenband eingefügt, die Rockteile ziemlich verbreitert und mit je zwei Kellerfalten wieder auf die ursprüngliche Weite gebracht und Nahttaschen genäht.


Diese Kleid zu nähen, hat mich ziemlich glücklich gemacht. Es hat mir gezeigt, wie lohnenswert Anpassungen und kleine Veränderungen sind (ich habe schon im Vorfeld die Armkugel und die Schultern angepasst) und mich am Ende mit einem wirklich gut sitzenden Kleid belohnt, auch wenn es "nur" aus Jersey ist.
Und: es passt perfekt zum Kisay-Cardigan. So kann ich es bestimmt auch noch in den Herbst hinüber retten.


Jetzt freue ich mich schon sehr auf die Kleiderschau beim MeMadeMittwoch
und wünsche euch einen wunderschönen Sommertag!


Mittwoch, 1. Juli 2020

MMM - Willow-Tank und Sambucus-Bluse


Seit einiger Zeit schmachte ich auf diversen Kanälen Tops aus Webware an. Sie schienen mir für heiße Tage geeigneter zu sein als Tops aus Jersey, aber ich war mir sehr unsicher wegen der Passform. Jersey passt schon irgendwie, aber bei Webware muss der Schnitt wirklich sitzen. 
Ich wollte mir eigentlich dafür auch keinen neuen Schnitt kaufen, weil ich mittlerweile schon eine recht umfangreiche Sammlung besitze. Deshalb habe ich also in meinen diversen Ottobres gesucht, aber nichts gefunden, was ich mir vorgestellt hatte. Wenn man einmal was im Kopf hat ...
Nach längerem Zögern ( und der beträchtlichen Verlockung beim MeMadeMay) habe ich mir dann doch den Schnitt "Willow Tank & Dress" von Grainline Studio  gekauft. Und auch gleich aus einem Baumwollbatist-Rest in Gr.10 genäht. Das war meine gemessene Größe - aber das Top war am Ende viel zu weit. Meiner Mama passt es wunderbar, also nicht schlimm.
Den zweiten Versuch habe ich aus einem Baumwollsatin vom Stoffmarkt genäht. Dieses Mal in Gr. 8 und die passt mir schon besser:


Zur gleichen Zeit erschien der Schnitt "Bluse Sambucus" von Fabelwald. Ich habe wirklich überlegt. Aber dann habe ich ihn mir auch noch gegönnt - und damit auch den Luxus, zwei ähnliche Schnitte vergleichen zu können.
Das Sambucus-Top habe ich aus dem Rest des ersten Willow-Tank genäht, aus dem Rest vom Rest sozusagen. Deshalb ist das Muster nicht sehr glücklich plaziert, aber immer noch tragbar:


Dieses Top habe ich in Gr. 38 genäht. Länge, Armausschnitte und Weite passten ganz gut, aber eigentlich bräuchte ich noch eine SBA, genau so wie beim Willow-Tank.
Zum Schnitt-Vergleich (damit ich den Kauf beider Schnitte irgendwie rechtfertigen kann ;)) habe ich mal beide Tops nebeneinander gelegt:


Fast identisch, oder? Das Willow-Tank ist etwas A-förmiger geschnitten und bietet zusätzlich die Option für ein Kleid, die Sambucus-Bluse kann man auch noch als Tunika oder in der Version mit Biesen nähen. Sehr begeistert bin ich von der Versäuberung mit Einfassstreifen! Das war eine regelrechte Offenbarung für mich ... Bisher ist das nämlich nie so gut gelungen.

Nachdem ich also zwei Tops im Schrank hängen hatte, die so - naja - passten, wollte ich unbedingt auch noch zwei richtig gut sitzende haben. 
Also habe ich das Willow-Tank noch einmal aus einem Viskose-Rest genäht, in Gr. 8 mit SBA und auf beiden Seiten die A-Form etwas begradigt und je 3cm Weite raus genommen.
Und jetzt passt es!


Ich liebe die Ausschnitt-Versäuberung!


Weil das so gut geklappt hat, habe ich mich auch noch mal an der Sambucus-Bluse versucht. Diese Mal in Gr. 36 mit leicht vergrößerten Armausschnitten und der Variante mit Biesen. Im Schrank fand sich noch ein Stück Leinen, der Rest einer sehr gern getragenen Hose. Und ich fand ein sehr sehr lange gehütetes Schrägbandschätzchen, das stammt noch aus der Zeit, in der Kleidung nähen für mich unvorstellbar und Schrägband herstellen undenkbar war. 


Auch der zweite Versuch ist gelungen! Das Top sitzt, passt, wackelt und hat Luft ...


... und so ganz nebenbei habe ich nun auch noch einen Fake-Jumpsuit ;)
 


Fazit: beide Schnitte haben sich für mich gelohnt, auch wenn ich einiges anpassen musste. Den Schnittvergleich fand ich spannend und jetzt habe ich zwei variable Basis-Schnitte für Webware-Tops ...

Die geballte Ladung Sommerkleidungs-Inspiration gibt es heute beim MeMadeMittwoch  und sogar einige echte Jumpsuits ;)














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