Sonntag, 13. März 2022

FJKA 2022 - Start

 
Wie schön! Heute geht das gemeinsame Frühlingsstricken auf dem MMM-Blog los, initiiert von Sarah und Kathrin .
Ich habe auch schon (gefühlt) tausend Ideen und hätte gern mindestens noch 3 Paar Hände mehr, um alles zu schaffen. So ein bisschen muss ich mich da wohl ausbremsen ;)
 
Zuerst wäre da also diese Wolle:
 

Das ist ein Merino-Garn in Fingering-Stärke, welches ich im letzten Sommer mit Aronia-Beeren gefärbt habe. Da sah es allerdings noch so aus:
 

 Mir gefiel dieses merkwürdige Grau/Taupe nicht so wirklich und gestern, in Vorbereitung auf den FJKA, wollte ich die Wolle mit Säurefarben überfärben. Dazu habe ich sie in Wasser mit Zitronensäure eingelegt und das Wasser erhitzt, um sie zum Färben vorzubereiten. Als ich nach einer Weile in meinen Topf geschaut habe, war aus dem merkwürdigen Grau ein richtig zartes, warmes Altrosa geworden. Da habe ich mir das Überfärben gespart und freue mich über diese neue Farbe! Ein bisschen ungewöhnlich ist sie ja schon für mich, aber nach Sichtung meiner Sommersachen würde sie erstaunlich gut zu vielem passen.
Deshalb werde ich aus dem Garn einen Cardigan stricken. Zur Auswahl stehen: Beaufort 5 oder der Jaycee-Cardigan von Isabell Kraemer, der Kukka-Cardigan von rosa p. oder, mein heimlicher Favorit, der La Dame de Fer - Cardigan von Marie-Amelie Designs.
 
Dann gibt es noch dieses Garn:
 

 Daraus habe ich vor zwei Jahren den Amrum-Sweater von Katrin Schneider gestrickt. Dafür war das Garn nicht optimal - es ist ein Merino-Seiden-Gemisch - denn Lochmuster in Verbindung mit einem Seidenanteil bedeutet unweigerlich Wachstum. Also habe ich im vergangenen Herbst geribbelt und möchte mir nun gern den Niamh-Sweater , wieder von Isabell Kraemer, daraus stricken. Ich finde, diese Farbe gehört unbedingt in den Frühling ...
 
Ja, und dann wäre da noch diese Wolle:
 

 Das ist die Brushed Alpaka Silk von Drops und ich habe sie mir tatsächlich projektbezogen gekauft: mein Plan war, daraus den Maiija Crossover von rosa p. zu stricken. Jetzt könnte ich mir allerdings auch einen fluffig leichten Ringelpulli wie hier vorstellen. Ich habe nämlich noch etliche verschiedenfarbige Reste von dieser Wolle.
 
Ihr seht, drei zusätzliche Paar Hände sind wirklich nötig ...
Bevor ich allerdings mit meiner Frühlingsstrickerei loslegen kann, muss ich erst noch diesen Pulli beenden:
 

Das ist der Jakers von Isabell Kraemer, den ich aus der BC Bio-Balance stricke. Ein wunderbares Garn und eine tolle Anleitung! Und es fehlen nur noch ein paar Zentimeter am Rumpf, dann kann ich abketten.
Ein Paar Geburtstagssocken müssen noch bis nächstes Wochenende gestrickt werden und auch das Frühlingsjäckchen für´s Märzmädchen soll bis dahin fertig sein. Aber dann!
 
Jetzt bin ich sehr gespannt auf die Pläne der anderen Mitstrickerinnen (oder -häklerinnen) und freue mich auf´s Stöbern auf dem MMM-Blog !
 
Habt einen schönen Sonntag! 

Mittwoch, 2. März 2022

MMM mit einem Abenteuer

Obwohl ich eigentlich für´s neue Jahr keine Vorsätze fasse, war doch in diesem Jahr klar, dass ich mich endlich an Colourwork-Stricken wagen wollte. Ich finde diese Strickstücke so unglaublich schön und bewundere jeden, der so etwas fertig bringt ... Meine Versuche in dieser Richtung beschränkten sich auf zwei Paar Socken und waren nicht wirklich von Erfolg gekrönt.
Dann sah ich auf Ravelry die wunderschönen Anleitungen von Jennifer Steingass und konnte nicht widerstehen.
Allerdings wusste ich: wenn Colourwork, dann nur als Jacke und dann auch gleich mit Steek. Also schaute ich mir die Anleitungen unter dem Gesichtspunkt an, dass es möglich sein sollte, in der Mitte des Vorderteils das Muster mit einem Steek zu unterbrechen. Meine Wahl fiel auf den "Alden-Sweater", gestrickt aus Drops Flora in braun und natur. Beim letzten MMM habe ich euch den Beginn schon mal gezeigt:
 
 
Erstaunlicherweise machte mir das Musterstricken wirklich Spaß, allerdings habe ich auch die meiste Zeit sehr unkonventionell gestrickt und jede Farbe einzeln auf die Hand genommen. Das dauerte natürlich wesentlich länger, aber so hatte ich die Fadenspannung ganz gut im Griff ;)
Gegen Ende der Musterpasse traute ich mir dann auch das zweifädige Stricken zu. Aber obwohl ich wirklich sehr auf die Fadenspannung geachtet habe, war sie am Ende doch etwas zu straff. Da macht einfach Übung den Meister ...
Für den Steek habe ich in der Mitte des Vorderteils das Muster unterbrochen und 5 Extramaschen gestrickt. Ach ja, und alles mit Nadelstärke 4 und in Größe 3.
Für den gesamten Cardigan habe ich trotz Unterbrechungen durch andere Strickstücke nur erstaunliche 1,5 Monate gebraucht. Dann begann das Abenteuer Steeken.
Zuerst habe ich die beiden Maschen rechts und links von der Mittelmasche abgehäkelt, um sie zu sichern.


Weil ich dem Frieden nicht recht traute, nähte ich auch noch mit der Nähmaschine und einer ganz kleinen Stich-Einstellung darüber.
 

 Zum Aufschneiden habe ich mir dann allerdings seelische und moralische und könnerische Unterstützung durch meine Strickfreundin gesucht, die eine Meisterin im Colourwork ist. Hilfe, war das aufregend! 
 

 Tatsächlich hat meine Maschen-Sicherung gehalten und nichts hat sich geribbelt. Puh ...
Als Knopfleiste wollte ich ein "Sandwich-Bündchen" stricken, also ein doppeltes Bündchen quasi, damit die Schnittkante darin verschwindet. Dazu wurden auf beiden Seiten jeweils auf der inneren und äußeren Seite der Jacke die Maschen für die Knopfleiste aufgenommen und mit je 4 Reihen im Bündchenmuster gestrickt.
 

 Danach habe ich die beiden "halben" Bündchen zusammengestrickt und dann die restliche Knopfleiste normal weiter bis auf meine gewünschte Länge gestrickt. 
 

 Die fertige Jacke habe ich schön lange baden lassen in der Hoffnung, dass die festen Spannfäden noch ein bisschen nachgeben. Leider haben sie mir den Gefallen nicht wirklich getan, aber ich finde das Ergebnis trotzdem tragbar. Beim Arme heben muss ich eben ein bisschen vorsichtig machen ;)
 

 Mit der Passform bin ich sonst sehr zufrieden, die Rundpasse ist mir nicht zu lang und die Ärmel schön bequem. 
 
 
Die Holzknöpfe sind schon eine ganze Weile in meinem Vorrat, die habe ich vor Jahren mal von alten Stoffvorhängen abgeschnitten :)
Und der Vollständigkeit halber: das Shirt ist auch recht neu. Das habe ich mir aus Modaljersey nach dem Schnitt "Fogg" aus der Ottobre 2/16 genäht. Beim nächsten werde ich den Ausschnitt etwas vergrößern, aber sonst gefällt mir der Schnitt sehr gut.

Der nächste Strickpulli, diesmal schon ein bisschen frühlingshafter, ist bereits auf den Nadeln. Das Stricken beruhigt mich in dieser Zeit einfach ...

Und auch wenn es dieser Tage viel Wichtigeres als selbstgemachte Kleidung gibt, so freue ich mich doch über dieses kleine Stückchen Normalität auf dem MMM-Blog. Vielen Dank dafür!

 


Mittwoch, 2. Februar 2022

MMM - Schick in Strick

 
Im Dezember bekam ich zwei große Säcke mit Wolle geschenkt, von einer älteren Dame, die schon viele Jahre nicht mehr stricken kann und nun ihr Woll-Lager aufgelöst hat. Das meiste davon wanderte gleich weiter, aber ein paar Knäuel habe ich mir behalten. Ich fand die Farbe sooo schön und auch die Zusammensetzung - Baumwolle, Leinen, Viskose und Polyamid - klang gut. Meinen Yume-Pulli aus der Drops Belle mit einer ähnlichen Zusammensetzung trage ich sehr gern. Deshalb habe ich ziemlich spontan nach den Weihnachtsferien, um mir den Start in den Alltag zu versüßen, einen Pulli angeschlagen: den Mycroft-Sweater von Isabell Kraemer. 
 
 
Die Anleitung habe ich schon länger in meiner Biblothek bei ravelry und genau so lange suchte ich auch schon nach der passenden Wolle für dieses Projekt. Die hatte ich nun gefunden, allerdings hatte ich Bedenken wegen der Menge. Ich hatte ca. 380g in ganz vielen kleinen Knäuel und zum Teil angefangenen kleinen Strickstücken, mit einer Lauflänge von 95m auf 50g. Aber in meinen Wollkisten fand sich auch noch eine (nicht unerhebliche ...) Menge Drops Belle in einem passenden Braun. Die Maschenprobe stimmte natürlich nicht, aber egal, ich wollte diesen Pulli haben. Also habe ich am 16.1. angestrickt. So richtig viel Spaß hat das Stricken nicht gemacht - wahrscheinlich sind Holznadeln bei Garn dieser Zusammensetzung nicht gerade ideal. Die Maschen wehrten sich quasi, die Nadeln zu verlassen ... Aber durch die dicke Wolle kam ich doch erstaunlich schnell vorwärts. Weil ich nicht wusste, wie weit ich mit dem Hauptgarn reiche, habe ich fast sofort nach der Ärmelabteilung beide Ärmel gestrickt. 
 

Dann wusste ich in etwa, wie viel (besser, wie wenig) ich noch für den Körper zur Verfügung hatte und dass ich noch einiges von der Belle benötige. Mein Plan war, auf jeden Fall den Bund in der Hauptfarbe zu stricken. Das hat geklappt, aber nur ziemlich knapp. 
Ich hätte den Pulli auch gern noch ein paar Zentimeter länger gehabt, aber dann hätte ich noch breitere braune Streifen im Mittelteil stricken müssen und das gefiel mir von den Proportionen nicht so gut. 
 
 
Den Ausschnitt habe ich am Ende noch mit festen Maschen umhäkelt, weil er mir ziemlich groß war und ich annehme, dass er auch noch durch das Gewicht des Pullis beim Tragen an Weite zugenommen hätte. 
 

Genau, ein Leichtgewicht ist der Pulli nicht, er bringt stolze 475g auf die Waage, von der Belle habe ich genau 100g verstrickt. Aber er trägt sich wunderbar und wärmt auch trotz fehlendem Wollanteil richtig gut. 
 
 
Im Moment bin ich dem Stricken ziemlich "verfallen", ein neues Projekt, also eigentlich ein neues Abenteuer, ist auch schon auf meinen Nadeln: ich stricke zum ersten Mal Colourwork und dann auch gleich einen Cardigan mit Steek.  
 
 
Ich bin dann mal stricken ...
aber vorher hole ich mir noch wunderbare Inspiration auf dem MMM-Blog zum heutigen MeMadeMittwoch.
 

Dienstag, 28. Dezember 2021

Weihnachtskleid

Auch wenn die Weihnachtsfeiertage schon vorüber sind, befinden wir uns ja immer noch in der Weihnachtszeit - und ich mich in den Weihnachtsferien -  deshalb ist es zum Glück noch nicht zu spät, mein Weihnachtskleid beim Finale des WKSA auf dem MMM - Blog zu zeigen.
 

 Das Kleid war wirklich schnell genäht, aber das Licht zum Fotos machen fehlte - und kam bis Weihnachten nicht mehr vorbei. Deshalb gibt es auch dieses Mal leider wieder keine guten Bilder ...
 
 
Aber das Kleid, das mag ich wirklich sehr. Es ist super bequem, super kuschelig und super knitterfrei :) , allerdings gewinnt es keinesfalls den Preis für das aufwändigste und schickste Kleid. Muss es aber auch nicht, für die Tage zwischen den Jahren, in denen ich mich traditionell in meine Höhle zurück ziehe, ist es perfekt.
 
 Ich habe das Kleid "Rosy Dreams" aus der Ottobre 5/18 aus Jacquard-Jersey von der Traumbeere genäht. Leider kann man das schöne Fischgradmuster gar nicht erkennen. Ich hätte diesen Stoff auch noch in Grün/Türkis zur Wahl gehabt, aber diese warmen Rot/Orange-Töne haben es mir gerade sehr angetan. 
Den Halsausschnitt habe ich übrigens mit Bündchenstoff eingefasst und er ist trotzdem noch recht weit. Eigentlich mag ich das ganz gern und für den Fall, dass ich friere, kann ich diverse Tücher und Loops dazu tragen. Zum Beispiel den "Wolkig"-Loop aus handgesponnener Wolle ...
 

 ... oder mein großes Häkeltuch, ein Geschenk, welches eine Freundin aus der weichsten Wolle überhaupt gehäkelt hat:
 
 
Wegen der Länge überlege ich noch, ob ich das Kleid so lasse oder noch etwas kürze. Generell mag ich diese Midi-Länge gern, aber durch die Egshape-Form würden ein paar Zentimeter kürzer vielleicht auch nicht schlecht aussehen. Darüber denke ich noch ein bisschen nach ...

 Vielen Dank an die Organisatorinnen des WKSA! Es hat mir viel Spaß gemacht, gemeinsam zu nähen und durch die ganzen Beiträge zu stöbern.
 
Nun wünsche ich euch noch eine gemütliche restliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr!
Bleibt gesund!
 

 

Sonntag, 12. Dezember 2021

WKSA - Part 2

 

Heute wird auf dem MMM-Blog nach dem Zwischenstand beim Weihnachtskleider-Nähen gefragt. 
Und tatsächlich, ich habe einen Zwischenstand! Das verwundert mich gerade selber ein bisschen ...
 
Ich habe ja sehr motiviert begonnen und Stoffe und Schnitte ausgesucht und geplant. Dann wurden meine Arbeitstage immer arbeitsintensiver und kräftezehrender und ich wollte zur Entspannung einfach nur auf der Couch sitzen und vor mich hin stricken. Nähen war mir viel zu anstrengend ... 
Aber immer, wenn ich mal aus Versehen in mein Nähzimmer kam, schaute mich der Stoffstapel vorwurfsvoll an. 
Ich habe mir dann überlegt, was ich von meinen WKSA-Plänen wirklich wirklich gern haben möchte und mich dann entschieden, Rock und Bluse ins neue Jahr zu verschieben und mir "nur" ein gemütliches Kleid zu nähen. Ich werde Weihnachten sicherlich sowieso viel mit den Babys auf dem Boden zubringen, da muss es bequem sein, nicht schick.
 
So, und nun kommt also mein Zwischenstand beim Kleid:
 
(Die Lichtverhältnisse sind gruselig - heute wurde es gar nicht hell. Entschuldigt also bitte die schlechte Foto-Qualität!)
 
 Ich nähe aus dem Fischgrät-Jacquart von Traumbeere das Kleid "Rosy Dreams" aus der Ottobre 5/18.
Ich habe das Kleid ordentlich verlängert, weil ich kein Bündchen unten annähen sondern den Saum einfach umschlagen möchte. Und ich habe die normalen Ärmel gewählt. Solche weiten Statement-Ärmel gefallen mir an mir einfach nicht und der Stoff wäre sowieso zu fest dafür gewesen. 
 

Trotzdem haben meine Ärmel eine Teilungsnaht - der Stoff hat einfach nicht gereicht und ich musste ziemlich stückeln. Raglanschnitte brauchen einfach mehr Stoff ...
 
Nach dem Schließen der Seitennähte bin ich mal in das Kleid geschlüpft - es passt wunderbar. Allerdings hat mich der weite Ausschnitt ein bisschen erschreckt. Gut, da kommt noch ein Bündchen dran, aber eigentlich wollte ich dafür einen Streifen von dem Jersey verwenden, den ich auch für die Taschen vernäht habe. Der passt farblich wunderbar, ist aber natürlich nicht so dehnbar wie ein echter Bündchenstoff. Nun bin ich am Überlegen, ob ich den Versuch mit apricot wage oder gleich das orange Bündchen annähe?
Dann hätte ich zumindest die Garantie, dass der Ausschnitt nicht ganz so riesig bleibt. 
Auf dem folgenden Foto sind die Farben übrigens original getroffen:


Richtig gut gelungen sind mir dafür die Nahttaschen. Da freue ich mich gerade total drüber :)
 

 Kaum sichtbar, oder?
 
Nun muss ich also nur noch säumen und das Halsbündchen annähen, das sollte doch bis zum Finale am 4. Advent zu schaffen sein! Und ich kann immer noch gemütlich an den Socken für´s Patenkind, den Strickhosen für die Babys und dem Schlingelshawl für mich weiterstricken ... 
Diese Anleitung ist übrigens eine echte Empfehlung von mir! Sie strickt sich sehr unterhaltsam und das Muster ist total eingängig - und es wird ein richtiger Flauschtraum. Ich verstricke ein selbstgefärbtes Merino/Seide-Garn zusammen mit Brushed Alpaca Silk von Drops. Eigentlich ist für die Zwischenrunden ein Mohair-Garn vorgesehen. Das habe ich auch versucht, aber ich mag es weder verstricken noch tragen - mich krabbelt es einfach unwahrscheinlich.
Dieses Brushed Alpaca ist für mich die perfekte Alternative ...


Nun bin ich auf die anderen Weihnachtskleider-Zwischenstände auf dem MMM-Blog gespannt und ob wohl die eine oder andere schon fertig ist?

Ich wünsche euch eine schöne dritte Adventswoche!
 
 

Montag, 22. November 2021

WKSA Teil 1: Weihnachtskleid? Weihnachtskleid!

 Es geht wieder los, die gemeinsame Weihnachts-Näherei! Schön, dass das Team vom MeMadeMittwoch-Blog diesen Sewalong wieder organisiert, vielen Dank dafür!
Ich hatte ja, ehrlich gesagt, schon darauf gehofft ;)
Denn: ich bin vorbereitet, jedenfalls halbwegs. Ich weiß, dass ich Schnitte aus meinen Ottobres nähen möchte und ich habe auch schon Stoffe dafür:
 

 Von oben nach unten: Baumwollpopeline von C.Pauli, Strickjersey "Bene" und 1,5m Feincord.
Fest steht, dass ich aus dem Feincord einen Rock nähen werde und zwar diesen hier:
 

Vor etlichen Jahren habe ich mir schon mal einen Rock nach diesem Schnitt genäht, den ich kaum getragen habe. Das lag aber nicht an der Passform, sondern am Stoff. Vom Sitz des Rockes war ich damals sehr angetan - und er hat Taschen!!
 Aus dem Strickjersey möchte ich mir einen Pulli nähen, noch ohne konkrete Schnittvorstellung. Und die Popeline wird in jedem Fall ein Blusenshirt, aber evt. nicht mehr bis Weihnachten, denn da gibt es noch ein paar Stoffe, die ich vernähen möchte:
 

 Das sind alles Baumwoll-Strick-Jacquards und ich hätte zu gern für die Weihnachtstage noch ein gemütliches Couch-Kleid. Da kämen diese Schnitte in die engere Wahl:


Hier finde ich die Taschenlösung echt schön. Ich würde allerdings das Saumbündchen weglassen und das Shirt ordentlich verlängern.


Bei diesem Schnitt würde ich die "normale" Ärmelvariante nähen und müsste noch Taschen einfügen. Aber ich mag ja Raglanschnitte total gern ...
Dann kommt noch dieser Schnitt in die engere Auswahl:


Danach habe ich schon mal ein Kleid genäht, dass ich sehr gern getragen habe. Ich weiß aber noch, dass das Einnähen der Taschen eine ziemliche Fummelei war - und dass ich in der Weite einiges rausnehmen musste, damit es kein Sack wurde. Nach meinen Ändereien war es aber ein echt gemütliches Kleid.

So weit bin ich also bisher in meinen Überlegungen gekommen. In zwei Wochen zum 2. Treffen habe ich mich hoffentlich entschieden- oder bin komplett umgeschwenkt, nachdem ich auf dem MMM-Blog sicherlich wieder jede Menge Inspirationen bekommen habe. 
Ich bin gespannt, wer noch alles dabei ist und freue mich auf das gemeinsame Nähen!

Mittwoch, 3. November 2021

MMM - Herbstkleid

 Wenn die Herbst/Winter-Saison beginnt, räume ich meinen Kleiderschrank um. Die Sommersachen ziehen aus, die Wintersachen ziehen ein. Die Übergangssachen dürfen das ganze Jahr über bleiben ;)
Bei der diesjährigen Räum-Aktion nun habe ich etliches aussortiert. Dabei waren auch einige Kleider, die ich zwar sehr schön fand, die mir aber von Anfang an nicht richtig gepasst haben. Daraus wird nun Babykleidung und für mich nähe ich einfach ein paar neue. Dafür möchte ich auch mal neue Schnitte ausprobieren, vorzugsweise aber welche, die ich schon habe ...
 

Den Anfang macht heute das Kleid "Lozenge" aus der Ottobre Woman 5/18. Den Schnitt fand ich schon beim Erscheinen der Zeitschrift schön und nun habe ich ihn endlich in Angriff genommen. Das Oberteil des Kleides hat eine Wickeloptik, aber der dadurch entstehende Ausschnitt ist sehr moderat, das gefällt mir gut. Ich habe am Ausschnitt nichts verkleinert, allerdings ein schmales Bündchen gedehnt angenäht. Damit habe ich ihn vielleicht noch ein bisschen "zusammengezogen".


 Der Stoff ist ein gut abgelagerter Baumwolljersey, der ursprünglich tatsächlich auch ein Kleid werden sollte. Das hat er jetzt ja auch endlich geschafft ... 
Beim ersten Anhalten fand ich die Kleiderlänge für mich zu kurz, deshalb habe ich das Rockteil mit einem breiten Streifen der linken Stoffseite verlängert. Am Ende stellte sich heraus, dass das gar nicht nötig gewesen wäre, aber ich mag den Effekt jetzt sehr gerne. Und die Länge mag ich auch.
Außerdem habe ich Nahttaschen eingefügt, denn: ein Kleid ohne Taschen, geht das?? Allerdings habe ich mich auch da, bedingt durch die Annahme, der Rockteil säße höher, auch in der Höhe der Tascheneingriffe verschätzt. Die sitzen jetzt wirklich sehr viel zu niedrig. Und ich habe es natürlich erst gemerkt, als das Kleid fertig zusammen genäht war ...
Ich habe eine ganz Weile gehadert und war kurz davor, den kompletten Rockteil zu trennen und die Taschen höher zu setzen. Dann hat mein Pragmatismus über den Perfektionismus gesiegt, denn um ein Taschentuch zu verstauen, ist das völlig in Ordnung. Ich werde selten mit beiden Händen in den Taschen in der Gegend herumstehen ;)
Was ich aber gemacht habe: ich habe die Taschenbeutel am Rockteil fixiert. Und man sieht es gar nicht, weil die weißen Stiche durch die weißen Striche auf dem Stoff überhaupt nicht auffallen.


Auf dem Foto schlägt das Rückenteil komische Falten, aber das liegt wohl daran, dass ich mich ein bisschen verdrehe, damit man den Tascheneingriff erkennen kann - oder eben auch nicht. Ich bin ganz glücklich darüber, dass er fast unsichtbar in der Seitennaht verschwindet!


Damit ich auch bei kühleren Temperaturen schön warm bleibe, habe ich zum Kleid Armstulpen aus Alpaka kombiniert und mein "Hamburg calling"-Tuch. Das trage ich eigentlich viel zu selten, dabei mag ich die Form und das Garn - Drops Cotton Merino - total gern. Und die Wollsocken passen auch noch dazu ;) 
(Ich habe auf die Schnelle für die Fotos meine Stiefel einfach nicht gefunden ...)

Das nächste Kleid ist schon in Planung, wieder ein Ottobre-Schnitt und dieses Mal was zum Einkuscheln. Ach, Herbst ist doch schön!
 

Noch viel mehr herbstliche Kleidungs-Inspirationen gibt es wie immer jeden ersten Mittwoch im Monat auf dem MMM-Blog.


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